Syrien – Kriegsbericht vom 17. Juli: Milizen ziehen sich vollständig aus Süd-Syrien zurück

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Die Syrisch Arabische Armee (SAA) und ihre Verbündeten haben die Dörfer Al-Harra, Nimer, Umm al-Awsaj sowiedie Berge Harra und Ahmar ebenso wie einige andere Orte in der Region nördlich der Stadt Daraa in Süd-Syrien von Hayat al-Tahrir (der ehemaligen Jabhat al-Nusra) und der Freien Syrischen Armee (FSA) befreit.

Die Stadt Nawa verblieb als eine ihrer wichtigen Verteidigungsstellungen in der Region östlich der Golanhöhen. Wenn sie fällt, wird die Verteidigung der militanten Gruppen vollständig zusammenbrechen.

Währenddessen sind Berichte aufgetaucht, nach denen einige Einheiten der FSA in der Region um einen Waffenstillstand und Verhandlungen mit der syrisch-iranisch-russischen Allianz gebeten haben, um ein umfassendes Schlichtungsabkommen zu erreichen. Berichten nach, ist ein Teil der Milizen dazu bereit ihre Waffen abzugeben und ihren Rechtsstatus mit der Regierung in Damaskus zu klären. Jedoch wurde bisher noch keine Einigung erreicht.

Am 16. Juli haben sich der Präsident der Vereinigten Staaten (VS), Donald Trump, und sein russischer Amtskollege, Wladimir Putin, zu einem Vieraugengespräch in der finnischen Hauptstadt, Helsinki, getroffen. Die Situation in Syrien war eines der von den Staatschefs diskutierten Themen.

Währen einer gemeinsamen Pressekonferenz nach dem Treffen sagte Putin, daß das Hauptziel im Friedensschluß in dem Vom Krieg gezeichneten Land bestehen und diese Bemühungen zu einem Beispiel für eine erfolgreiche russich-amerikanische Zusammenarbeit werden könnten. Er betonte die Notwendigkeit der Rückkehr der vertriebenen Menschen in ihre Heimat und der Verbesserung der humanitären Situation.

Im Gegenzug wies Trump erneut auf die Schlüsselrolle israelischer Interessen in der Nah-Ost-Politik seiner Regierung hin. Er sagte, daß die VS sich mit Israel eng abstimmen und daß die “Schaffung von Sicherheit für Israel” eines der Hauptziele seines Landes sei.

Bezüglich der Situation in Süd-Syrien´sagte Putin, daß die Situation auf den Golanhöhen nach der Niederlage der Terroristen “in völligen Einklang mit dem im Jahr 1974 zwischen Syrien und Israel geschlossenen Waffenstillstandsabkommen gebracht werden muß.”

Die gemeinsame Pressekonferenz hat gezeigt, daß sich beide Seiten zumindest teilweise über die Situation in Süd-Syrien verständigt und einen Halt für das Erreichen eines umfassenden Abkommens über eine anwendbare politische Lösung der Krise in dem vom Krieg geplagten Land gefunden haben. Jedoch können nur wirkliche Schritte zeigen, wie realitätsnah dieser ist.

Derweil haben die von den VS unterstützten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) ihren Vormarsch im Euphrat-Tal auf die vom ISIS gehaltene Stadt Hajin wiederaufgenommen. Laut pro-kurdischen Quellen, sind die SDF mit der Eroberung einiger Gebäude in die Stadt eingedrungen. Die Zusammenstöße dauern an.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-july-17-2018-militants-are-on-full-retreat-in-southern-syria/

Übersetzung©: wunderhaft

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