Syrien – Kriegsbericht vom 18. Dezember 2018: ´Lokale Partner´ der VS werden an die Türkei verschachert

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Angesichts eines möglichen Angriffs auf die Kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) im Nordosten Syriens, intensiviert die Türkei sowohl ihre diesbezüglichen Vorbereitungen als auch ihren Propagandafeldzug.

Am 17. Dezember hat der türkische Präsident, Recep Tayyip Erdogan, erklärt, daß die türkischen Streitkräfte (TAF) “nun jederzeit mit einer Operation überall auf syrischem Territorium beginnen, besonders entlang der 500 Kilometer langen Grenze, ohne hierbei VS-Soldaten zu schaden.”

Er forderte die bewaffneten kurdischen Gruppen erneut auf das Grenzgebiet, insbesondere die gesamte Region Manbij zu räumen. “Wenn sie nicht freiwillig gehen, werden wir sie von dort vertreiben”, sagte Erdogan und fügte hinzu, daß der VS-Präsident, Trump, sein Einverständnis mit der bevorstehenden Operation der türkischen Streitkräfte geäußert habe.

Während einer Rede vor dem Atlantic Council in Washington DC hat der VS-Sonderbeauftragte für Syrien, James Jeffrey, gesagt, daß “jede Offensive im Nordosten Syriens, von wem auch immer, eine schlechte Idee sei.” Allerdings beschrieb er die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten (VS) und den Demokratischen Kräften Syriens, die sich größtenteils aus Mitgliedern der Kurdischen Volksverteidigungseinheiten zusammensetzten, als “taktisch” und “von gegenseitigem Nutzen”.

Auch hat die TAF hat ihre Angriffe auf die Kurdische Arbeiterpartei (PKK), die von Ankara als Mutterorganisation der YPG betrachtet wird, im Nord-Irak erhöht. Während der letzten Tage haben türkische Kampfflugzeuge etwa ein Dutzend Stellungen der PKK in der Region zerstört.

Am 18. Dezember betonte der türkische Verteidigungsminister, Hulusi Akar, daß die TAF nicht zulassen wird, daß sich die Region Sinjar zu einer Hochburg der PKK entwickelt und forderte die irakische Regierung auf, dieses Anliegen zu unterstützen.

Bagdad hat die Türkei wiederholt für ihre grenzübergreifenden Operationen in der Region kritisiert, verfügt jedoch nicht über die Ressourcen, um dem Vorgehen Ankaras ein Ende zu setzen.

Laut pro-kurdischen Quellen haben die SDF die vom ISIS besetzte Stadt Hajin eingenommen. Dieselben Quellen behaupten, daß dort in den verangenen Tagen über 200 ISIS-Mitglieder getötet worden sind.

Nichtsdestotrotz kontrolliert der ISIS nach wie vor etliche Stellungen nahe Haijins. Aus der Region werden weiterhin Gefechte gemeldet.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-dec-17-2018-syrian-army-is-set-to-respond-to-any-future-israeli-attacks/

Übersetzung©: wunderhaft

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