Syrien – Kriegsbericht vom 18. März 2019: Rußland stationiert Kampfflugzeuge vom Typ SU-25, um den ISIS in Schach zu halten

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Regierungsstreitkräfte und die russische Militärpolizei haben in der Region Ost-Ghouta mit einer gemeinsamen Sicherheitsoperation begonnen. Ziele dieser Operation waren insbesondere Jisreen, Mohammeda, al-Aftaris, al-Nashabiyah und Marj al-Sulta, wo Milizen, nach ihrer Niederlage durch die Syrische Armee, eine bedeutende Menge an Waffen und militärischer Ausrüstung zurückgelassen haben.

Laut Berichten Vor Ort, unterstützen viele ehemalige Mitglieder bewaffneter Gruppen, die sich für eine Aussöhnung mit der Regierung in Damaskus entschieden haben, die Operation mit Informationen über die möglichen Orte von Waffenverstecken.

Laut kürzlich veröffentlichten Satellitenaufnahmen, haben die russischen Luftstreitkräfte mindestens vier Kampfflugzeuge vom Typ Su-25SM auf dem Luftwaffenstützpunkt in Hmeimim stationiert. Die Su-25 Grach ist ein in der UDSSR entwickelter, einsitziger, zweimotoriger Kampfjet zur Luftnahunterstützung. Die jüngste Version, die SU-25SM3, ist mit einem modernen System zur taktisch-elektronischen Kriegsführung, dem Tag und Nachtsicht-tauglichen elektrisch-optischen Zielerfassungssystem SOLT-25, einem neuartigen Verschlüsselungssystem und einem aktualisierten Navigationssystem ausgerüstet.

Fachleute verweisen bei der Stationierung von Kampfjets zur Luftnahunterstützung auf die gestiegenen Spannungen innerhalb der Deeskalationszone in Idlib. Die Vereinbarungen über die entmilitarisierte Zone ist faktisch gescheitert, und selbst türkische Patrouillen in der Region halten die Milizen nicht von Angriffen auf die von der Regierung in Damaskus kontrollierten Gebiete ab.

Überdies veröffentlicht Hayat Tahrir al-Sham (die ehemalige al-Nusra Front, der syrische Zweig der al-Qaida) weiterhin öffentliche Drohungen sowohl gegen die Regierung in Damaskus als auch gegen die Russen.

So hat der Scharia-Rat von Hayat Tahrir al-Sham in einer offiziellen Erklärung vom 14. März mitgeteilt: “Wir rufen den russischen Besatzern zu: Zwischen uns gibt es nichts als Krieg; wir werden uns von euren bekannten Spielchen nicht täuschen lassen; kein Gläubiger sollte zweimal hereingelegt werden, ein Land, das mit Blut befreit worden ist, werden wir mit Blut verteidigen.” Während Hayat Tahrir al-Sham noch bis vor Kurzem militärisch wenig erfolgreich war, hat sich die Qualität ihrer praktischen Aktivitäten offensichtlich erhöht. Am 6. März drohte Hayat Tahrir al-Sham der syrischen Armee und den russischen Streitkräften mit “langen dunklen Nächten” und “blutgetränkten Tagen”.

Das Vorgehen der Regierung von VS-Präsident Donald Trump in Syrien erweckt eher den Anschein dem der Obama-Administration ähnlich zu sein. Das VS-Außenministerium hat offiziell erklärt, daß die VS beabsichtigen zusätzliche finanzielle Mittel in Höhe von 5 Millionen Dollar an die “heldenhaften” Mitglieder der so genannten Weißhelme bereitzustellen, einer Gruppe, die von vielen Seiten Lob für ihre Beteiligung an inszenierten Chemiewaffenangriffen und umfangreichen Medienkampagnen zur Unterstützung von al-Qaida in Syrien erhalten hat.

Angesichts der jüngsten Warnungen der russischen Seite vor Vorbereitungen der Milizen auf weitere inszenierte Chemiewaffenangriffe, kann von der Neuauflage einer Welle anti-syrischer, anti-russischer und anti-iranischer Propaganda ausgegangen werden.

Bezüglich des angekündigten Abzugs von VS-Truppen aus dem vom Krieg geplagten Land hat sie rätselhafterweise von einer schnellen und entschlossenen Entscheidung in etwas verwandelt, das, laut dem VS-Sonderbeauftragen für den Syrieneinsatz, James Jeffrey, zeitlich nicht limitiert ist, weil der Kampf gegen die Ideologie des ISIS weitergehe. Einige Syrienexperten sind der Meinung, daß die von den VS angeführte Koalition zunächst ihre Operation gegen den nach wie vor existierenden 600 m2 großen Kessel des ISIS im Eruphrat-Tal beenden sollte, bevor sie die Ideologie des ISIS bekämpft.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-march-18-2019-russia-deploys-su-25-attack-aircraft-to-contain-idlib-militants/

Übersetzung©: Andreas Ungerer

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