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Syrien – Kriegsbericht vom 19. Dezember 2018: Russischer Söldner in neuer Runde der Eskalation in Nord-Latakia getötet

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Laut russischen Medienkanälen, ist ein ehemaliger Soldat der russischen Luftstreitkräfte, Aleksandr Dudchenko, durch Mörserbeschuß in Nord-Latakia getötet worden.

Der Zwischenfall ereignete sich nahe der Stadt Kinsaba, wo Dudchenko unter Beschuß der von der Türkei unterstützten Nationalen Befreiungsfront (NFL) geriet. Quellen vor Ort behaupten, daß er sich inmitten von Söldnern eines privaten russischen Sicherheitsunternehmens befand, die in dem Land operieren.

Während der vergangenen Wochen haben die NFL sowie andere türkische bewaffnete Gruppen und auch Hayat Tahrir al-Sham (die ehemalige al-Nusra Front) und deren Verbündete das Waffenstillstandsabkommen in der Deeskalationszone um Idlib vielfach verletzt. In einigen Abschnitten der Kontaktlinie, wie im Norden von Hama, haben sie sogar begrenzte Bodenoffensiven ausgeführt, die zurückgeschlagen wurden.

Zur selben Zeit berichten Aktivisten vor Ort, daß türkische Soldaten, in Zusammenarbeit mit Mitgliedern militanter Gruppen, Zivilisten unter zahlreichen Vorwänden am Verlassen dieser Zone über bestehende humanitäre Korridore in Idlib hindern

Diese Entwicklungen sind ein weiteres deutliches Zeichen dafür, daß das militärische Problem in West-Syrien nicht allein mit friedlichen Mitteln gelöst werden kann. In allernächster Zukunft werden bewaffnete Gruppen in Idlib, unter dem Mantel des so genannten Waffenstillstandsabkommens, ihre Angriffe auf Stellungen der Syrisch Arabischen Armee (SAA) fortsetzen und den Regierungstruppen bei jeder Beantwortung dieser Angriffe vorwerfen es verletzt zu haben.

Am 19. Dezember hat der Sprecher der Verteidigungsministeriums der Vereinigten Staaten (VS), Robert Palladino, offiziell dementiert, daß der VS-Präsident, Donald Trump, dem türkischen Militär grünes Licht für eine Militäroperation gegen bewaffnete kurdische Gruppen östlich des Euphrats gegeben hat. Laut Palladino. Laut Palladino handelte es sich bei diesbezüglichen Äußerungen des türkischen Präsidenten, Recep Tayyip Erdogan, um eine Falschdarstellung.

Derweil hat das Außenministerium den Kongreß über ein Angebot zum Verkauf des Luft- und Raketenabwehrsystems Patrion an die Türkei benachrichtigt. Das mögliche 3,5 Milliarden Dollar schwere Geschäft, das 20 Raketenabschußrampen umfaßt, ist von der Türkei Jahre vor ihrer Entscheidung zum Kauf des russischen Luftabwehrsystems, S-400, angestrebt worden. Dieser Schritt der VS ist ein Teil der hinter dem Vorhang stattfindenden Verhandlungen zwischen der Trump-Administration und der Regierung Erdogan über den Konflikt in Syrien und der türkischen Haltung gegenüber dem diesbezüglichen Vorgehen Rußlands und des Irans im Allgemeinen.

Wie eine Quelle aus diplomatischen Kreisen des Irak der staatlichen russischen Nachrichtenagentur, Sputnik, am 18. Dezember mitgeteilt hat, wird der irakische Präsident, Barham Salih, in den kommenden Tagen, zum ersten Mal seit Beginn des Syrien-Konflikts im Jahr 2011 Damaskus besuchen. Dieser Besuch in Damaskus erfolgt auf den des sudanesischen Staatspräsidenten, Omar Al-Bashir, vom 17. Dezember. Al-Bashir war der erste politische Führer der arabischen Welt, der Syrien seit dem Beginn des Krieges besucht hat. Diese diplomatischen Entwicklungen zeigen, daß Damaskus, trotz der nach wie vor schwierigen Situation in dem Land, seinen diplomatischen Stand in der Region festigt.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-dec-19-2018-russian-private-military-contractor-killed-in-new-round-of-escalation-in-northern-latakia/

Übersetzung©: wunderhaft

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