Syrien – Kriegsbericht vom 2. August 2018: ISIS-Zellen führen Überraschungsangriff auf Luftwaffenstützpunkt Khalkhalah aus

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Am 1. August hat der Isis den Luftwaffenstützpunkt Khalkhalah in der Provinz Al-Suwaida angegriffen. Anfangs ist es den Terroristen gelungen in den Luftwaffenstützpunkt einzudringen, jedoch hat die Syrisch Arabische Armee (SAA) die Angreifer nach einigen Stunden zurückgeschlagen.

Die mit dem ISIS verbundene Nachrichtenagentur Amaq hat berichtet, daß bei den Kämpfen innerhalb des Stützpunkts mehr als 45 Soldaten und Offiziere der SAA getötet und 2 Kampfflugzeuge sowie 6 unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs) der syrischen Luftwaffe zerstört worden sind.

Jedoch hat eine Quelle des Stützpunkts gegenüber SouthFront berichtet, daß es sich bei den Behauptungen von Amq um Falschmeldungen handelt. Laut der Quelle hat die SAA vier gefallene Soldaten zu beklagen und die syrische Luftwaffe kein Flugzeug verloren.

Der Angriff des ISIS wurde aus einem der Verstecke der Terrorgruppe im Osten von Al-Suwaida durchgeführt. Die SAA soll den Angriff mit Artillerie- und Luftangriffen auf ausgewiesene Stellungen des ISIS beantwortet  und, Berichten gemäß, Verstärkung in die Region entsandt haben.

Laut Berichten von Quellen und Experten vor Ort, kann schon sehr bald ein Großangriff der SAA zur Vernichtung der in der Region verbliebenen ISIS-Zellen stattfinden.

In der Zwischenzeit sind Berichte erschienen, nach denen die Regierung in Damaskus mit einigen Stellvertretern des ISIS um die Freilassung von 30 Frauen und Kindern verhandelt, die während des Angriffs der Terrorgruppe auf die Provinzhauptstadt und umliegende Dörfer am 25. Juli von ihr entführt worden sind*.

Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR), verlangt der ISIS die Freilassung von etwa 100 seiner von der SAA in Südwest-Syrien gefangengenommenen Mitglieder sowie die Erlaubnis ihres Rückzugs mitsamt ihren Familien über einen offenen Korridor in den Osten der Provinz al-Suwaida. Eine offizielle Bestätigung dieser Berichte gibt es nicht. Die Situation bleibt weiterhin unklar.

Die von der Türkei unterstützten Milizen – Nationale Befreiungsfront, Syrische Befreiungsfront, die Suqour al-Sham Brigaden, Jaysh al-Ahrar und  die damaszenische Versammlung – haben sich im Nordwesten Syriens zu einer neuen Gruppe zusammengeschlossen. Die Gruppe bezeichnet sich selbst als völlig neue Fraktion, ihr Name ist jedoch Nationale Befreiungsfront (NLF).

Experten sagen, daß die ein Schritt in einer Reihe von Bestrebungen der Türkei zur Schaffung einer zur Bekämpfung von Hayat Thrir al-Sham (ehemal Jabhat al-Nusra) fähigen Streitmacht in der Provinz Idlib ist. Wahrscheinlich handelt es sich bei diesem Schritt um einenVersuch eine mögliche Militäroperation der SAA in der Provinz zu verhindern, deren Ziel die Bekämpfung von Hayat Tharir al-Sham (HTS) sein wird.

Die Verwendung der NLF ermöglicht es Ankara zu behaupten, daß es sich bemüht zur Bekämpfung von HTS beizutragen und in der Region keine weitere Operation benötigt wird, weil alle im Rahmen des Abkommens von Astana vereinbarten Verpflichtungen erfüllt sein. Die Situation entwickelt sich fort.

Quelle:https://southfront.org/syrian-war-report-august-2-2018-isis-cells-carry-out-surprise-attack-on-khalkhalah-airbase/

Übersetzung©:wunderhaft

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