Syrien – Kriegsbericht vom 2. Mai 2019: Milizen erklären den Tod von vier russischen Soldaten in Hama, Angriffe auf Luftwaffenbasis Hmeimim

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Am 1. Mai hat die von der Türkei unterstützte Koalition militanter Gruppen, die Nationale Befreiungsfront, bekanntgegeben, daß in dem im Nordwesten von Hama gelegenen Dorf Braidij vier russische Soldaten durch Mörserbeschuß ihrer Mitglieder getötet worden sind.

Diese Berichte erschienen inmitten einer durch regelmäßige Angriffe bewaffneter Gruppen auf Stellungen der Syrische Arabischen Armee (SAA) verursachten neuerlichen Runde der Eskalation. Laut den Milizen nahen Quellen, haben syrische und russische Kampfflugzeuge mindestens 50 Angriffe auf Milizen in Nord-Hama und Süd-Idlib geflogen.

Am selben Tag soll Verstärkung für die Regierungsstreitkräfte in der Region eingetroffen sein, um Stellungen der SAA nahe der so genannten demilitarisierten Zone zu festigen. Regierungsfreundliche Quellen haben umgehend eine neue Spekulationen darüber in Gang gebracht, ob dies ein Zeichen für eine bevorstehende Militäroperation in Idlib ist.

Am 2. Mai hat das russische Verteidigungsministerium Berichte über Opfer unter seinen Soldaten in Nord-Hama dementiert. Unabhängig davon hat das russische Militär berichtet, daß Milizen aus Idlib im vergangenen Monat 12 Mal versucht haben seinen Luftwaffenstützpunkt in Hmeimim mit Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystemen und Kampfdrohnen (UAVs) anzugreifen. Acht der zwölf Angriffe sind mit Kampfdrohnen erfolgt. Die russischen Streitkräfte habe insgesamt 12 Drohnen abgeschossen, wobei weder Menschen noch Ausrüstung Schaden genommen haben.

Die Befreiungskräfte von Afrin haben in einer neuer Erklärung bekanntgegeben, daß bei einer Angriffsserie am 30. April im nördlichen Teil von Afrin 9 türkische Soldaten getötet und 14 weitere verwundet worden sind. Die türkischen Soldaten sind vermutlich umgekommen, als kurdische Kämpfer zwei Minengeschützte Patrouillenfahrzeuge vom Typ BMC Kirpi sowie einen allradbetriebenen Militär-LKW in der Nähe der Ortschaft Qatamah mit Panzerabwehrlenkwaffen zerstört haben. Am selben Tag haben kurdische Kämpfer in der Nähe derselben Ortschaft auch eine türkische Militäreinheit in einen Hinterhalt gelockt. Laut der ALF, sollen hierbei sechs türkische Soldaten verwundet worden sein.

Die Berichte der kurdischen Gruppen sind noch nicht bestätigt. Das türkische Militär, das seine Verluste üblicherweise umgehend bekanntgibt, hat sich bisher diesbezüglich nicht geäußert.

Einheiten des ISiS haben im östlichen Umland von Homs während der vergangenen Tage bei zwei überfallartigen Angriffen mehrere Soldaten der syrischen Armee getötet und gefangengenommen. Die Angriffe ereigneten sich in den Regionen Aatchane und Sukhna.

Laut regierungsnahen Quellen wurden kürzlich Tiger-Kräfte der SAA in die Umgebung von Homs entsandt, um gegen die dort wachsende Bedrohung durch den ISIS vorzugehen. Die erwartete Operation gegen den ISIS in der Wüste stellt allerdings einen möglichen Fortschritt nahe Idlib in Frage.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-may-2-2019-militants-claim-4-russians-killed-in-hama-continue-attacks-on-hmeimim-air-base/

Übersetzung©: Andreas Ungerer

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