Syrien – Kriegsbericht vom 2. November 2018: Syrische Armee entdeckt Waffenlager des ISIS mit US-Munition

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Am 1. November hat Hayat Tahrir al-Sham (ehemals Jabhat al-Nusra) erklärt, daß ihre Mitglieder nahe des Dorfes Abu Qamis Stellungen der Syrisch Arabischen Armee (SAA) angegriffen haben. Drei Soldaten der SAA sollen hierbei getötet worden sein.

Eine Quelle der SAA hat SouthFront gegenüber bestätigt, daß sich Gefechte in der Nähe des Dorfes ereignet haben aber abgelehnt weitere Details darüber zu berichten. Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurde hierbei mindestens ein Mitglied von Hayat Tahrir al-Sham getötet.

Daraufhin haben Hayat Tahrir al-Sham und Horas al-Din, eine andere mit al-Qaida verbundene Gruppe später am selben Tag zahlreiche Stellungen der SAA im Norden von Hama und West-Aleppo unter Beschuß genommen.

Derweil haben türkische und US-amerikanische Soldaten eine erste gemeinsame Patrouille nahe der Stadt Manbij unternommen. Die Patrouille bewegte sich in der Nähe des Flüßchens Saju, welcher die von der Türkei gehaltene syrische Stadt Jarabulus von Manbij, die von den von den Vereinigten Staaten (VS) unterstützten Demokratischen Kräften Syriens (SDF) kontrolliert wird, trennt. Die bewaffneten Gruppen der SDF, wie bspw. die YPG, bestehen mehrheitlich aus Kurden und werden von Ankara als Terrorgruppen betrachtet.

Der türkische Verteidigungsminister, Hulusi Akar, hat öffentlich gelobt, daß die Mitglieder der YPG und weiterer bewaffneter kurdischer Gruppen “in den Schützengräben, die sie nahe Manbij ausgehoben haben, begraben werden.” Er hat ebenfalls erklärt, daß Ankara seine Militäroperation gegen die PKK im Nord-Irak, wo die Gruppe eine umfangreiche Infrastruktur für Angriffe auf die Türkei innehat, fortsetzen werde

Nahe der syrischen Stadt Kobani dauern die sporadischen Feuergefechte zwischen dern Türkischen Streitkräften (TAF) und der YPG/PKK weiterhin an. Auch sind Berichte erschienen, wonach die TAT derzeit eine Liste türkisch unterstützter Gruppen anfertigt, die an einer möglichen Militäroperation am Euphrat teilnehmen könnten.

In der Provinz Deir ez-Zor haben die SAA, nahe der Stadt al-Mayadin, ein umfangreiches Munitionsdepot entdeckt, welches 450.000 Geschosse des Kalibers 7,62x51mm beinhaltet hat. Dieses Munitionsdepot ist von Terroristen des ISIS zurückgelassen worden, als sie die Schlacht um al-Mayadin an die SAA verloren haben. Laut syrischen Staatsmedien, wurde diese Munition von den VS an militante Gruppen in Syien geliefert, welche diese dann an den ISIS verkauft haben. Während der vergangenen Jahre gab es zahlreiche Beispiele, bei denen sich von den VS unterstützte “Oppositionsgruppen” entweder als Terrorgruppen entpuppt oder offen mit dem ISIS kooperiert haben.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-november-2-2018-syrian-army-discovers-isis-depot-with-us-supplied-ammunition/

Übersetzung©: wunderhaft

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