Syrien – Kriegsbericht vom 22. Juni: Angriffe gegen Syrische Armee nahe von At Tanf durch die von den VS angeführte Koalition

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Wie regierungsnahe Quellen berichteten, hat die von den Vereinigten Staaten (VS) geführte Koalition in der vergangenen Nacht Stellungen der Syrisch Arabischen Armee (SAA) in der Gegend von At Tanf im Osten Syriens angegriffen. Zwei Soldaten sollen hierbei getötet worden sein. Den Milizen und den VS nahestehende Quellen haben erklärt, daß dies die Antwort der Koalition auf einen Angriff unbekannter Kräfte auf eine VS-Patrouille war.

Wenn sich all diese Behauptungen bestätigen, wird diese Entwicklung der Beginn einer weiteren Runde der Eskalation über die von den VS besetzte Region, At-Tanf, sein.

Am 21. Juni hat das syrische Militär in der Provinz Daraa neben einigen Raketen vom Typ OTR-21 Totschka* schwere Mehrfachraketenwerfer der Typen BM-30 Smerch* und BM-27 Uragan* stationiert.

Eine Quelle der SAA berichtete SouthFront, daß die stationierten Systeme eine Militäroperation gegen Milizen in Süd-Syrien unterstützen werden.

Laut regierungsnahen Quellen, hat das syrische Militär in den östlich von Daraa gelegenen Städten Busra al-Harir, Malihat, Al-‘Atshan und Hirak bereits Raketenwerfer gegen Stellungen der Milizen eingesetzt.

Währenddessen haben 7 Rebellengruppen und -bündnisse in Süd-Syrien die Errichtung eines Operationszentrale angekündigt, von wo aus Militäroperationen gegen die SAA und ihre Verbündeten geplant und durchgeführt werden sollen.

Seit dem Beginn der russischen Militäroperation in Syrien im Jahr 2015, haben Rebellengruppen, wegen der mangelnden Kooperation und Koordination unter der zahlreichen militanten Gruppen, wiederholt Rückschläge und Niederlagen in den Kämpen gegen die SAA hinnehmen müssen. Es scheint, als ob die Rebellen in Süd-Syrien aus dieser Lektion gelernt haben.

Die SAA hat ihre Operation gegen ISIS-Zellen im Osten von al-Suwayda fortgesetzt und die Region um Khirbat al Hibariyah sowie 11 weiteren Siedlungen  von ISIS-Zellen gereinigt. Berichten nach, wird sie bei diesen Bemühungen von der Hisbollah, der Syrischen Nationalen Sozialistischen Partei sowie von den Nationalen Verteidigungskräften unterstützt.

Die Situation in der im Norden gelegenen Stadt Manbij, über welche die VS und die Türkei sich kürzlich auf einen strategischen Plan geeinigt hatten entwickelt sich weiter. Am 21. Juni hat der türkische Außenminister, Mevlut Cavusoglu, erklärt, daß die Kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) am 4. Juli mit ihrem Rückzug aus Manbij beginnen werden. Die von den VS geführte Koalition hat am 20. Juni erklärt, daß türkische Streitkräfte nicht nach Manbij einmarschieren werden. Jedoch sind die abschließenden Bestimmungen und Konditionen des Strategieplans immer noch nicht veröffentlicht worden. Daher ist die Stationierung türkischer Truppen in der Region immer noch fraglich.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-june-22-2018-us-led-coalition-strikes-syrian-army-near-at-tanf/

Übersetzung©: wunderhaft

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