Syrien – Kriegsbericht vom 22. Mai 2019: Armee schlägt Großangriff der Milizen auf Kafr Nabudah zurück

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Am 21. Mai haben Hayat Tahrir al-Sham (HTS) (dem ehemaligen Zweig von Al-Qaida in Syrien) und ihre von der Türkei unterstützten Verbündeten aus Stellungen der Syrisch Arabischen Armee (SAA) in Kafr Nabudah, Tal Hawash and Qafr-Zaita aus Richtung al-Habit und Qusaybiyah im Nordwesten von Hama angegriffen.

Die Angriffe begannen mit zumindest einem erfolgreichen Selbstmordanschlag durch eine Autobombe in der Nähe von Stellungen der SAA. Die Infanterie der bewaffneten Gruppe wurde durch etliche Raketenwerfer und Kampfpanzer unterstützt.

Im Rahmen dieses Angriffs sind Milizen, bei dem Versuch den Ort einzunehmen, in Kafr Nabudah eingedrungen. Seitdem dauern dort schwere Gefechte an.

Gleichzeitig waren Einheiten der SAA nicht in der Lage ihren Vormarsch in der Region Kbanah, im Nordwesten von Lattakia fortzusetzen. Hayat Tahrir al-Sham und die Islamische Tukestan-Partei  besitzen in dieser Region gut befestigte Stellungen und haben haben die meisten Angriffe der SAA erfolgreich abgewehrt.

Beide Seiten berichten von hohen Opferzahlen beim jeweiligen Gegner.

Durch von radikalen Gruppen verbreitete Gerüchte über den Einsatz chemischer Waffen, bleibt die Situation weiterhin kompliziert. Wie immer, benutzten sie diese Art der Propaganda, um ausländische Unterstützung in ihrem Kampf gegen die Regierung in Damaskus zu erhalten.

Das Außenministerium der Vereinigten Staaten (VS) haben bereits auf die jüngsten Gerüchte über den vermeintlichen Einsatz von Chlorgas durch die SAA in Lattakia reagiert und damit gedroht Syrien erneut anzugreifen.

“Wir erhalten sammeln immer noch Informationen über diesen Zwischenfall, aber wir erneuern unsere Warnung, daß die VS und unsere Verbündeten schnell und angemessen antworten werden, falls das Assad-Regime Chemiewaffen einsetzt”, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Morgan Ortega, und behauptete, “die Schuld des Assad-Regimes an schrecklichen Chemiewaffenangriffen ist unbestreitbar.”

Im Gegenzug warnte das russische Militär davor, daß die Milizen neue Provokationen, unter Einbezug chemischer Waffen, vorbereiten. Laut dem Russischen Zentrum für die Aussöhnung der Konfliktparteien, haben gefangengenommene Milizen preisgegeben, daß Hayat Tharir al-Sham zu diesem Zweck eine Spezialeinheit mit der Bezeichnung ´chemischer Flügel´ aufgestellt hat. Die Einheit wird angeblich von Abu Basir al-Britani, einem Mitglied der mit al-Qaida verbundenen Gruppe Hurras al-Din (Wächter des Glaubens), angeführt. Diese Gruppe ist ein enger Verbündeter von Hayat Tahrir al-Sham.

Die jüngsten Entwicklungen bestätigen erneut, daß weitere Umgebung von Idlib ein Nest zahlreicher terroristischer Gruppen ist, die eng mit der so genannten Opposition verbunden sind. Die Deeskalationsbemühungen sowie Versuche “moderate Rebellen” von “Terroristen” zu trennen, haben sich als wenig erfolgreich erwiesen. All das schafft einen ernsthaften Vorwand für weitere Militäroperationen in dieser Region.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-may-22-2019-army-is-repelling-large-militant-attack-on-kafr-nabudah/

Übersetzung©: Andreas Ungerer

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