Syrien – Kriegsbericht vom 23. April 2018: Die von Milizen gehaltenen Kessel in West-Syrien zerbröckeln

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Syrische Regierungstruppen bereiten einen Vorstoß gegen den den ISIS im Flüchtlingslager Jarmuk im Süden von Damaskus vor. Die Syrisch Arabische Armee (SAA) und ihre Verbündeten haben die Moschee al-Mujahedeen sowie den Distrikt Taqadom befreit und den größten Teil des Distrikts Zajin eingenommen.

Diese Region ist der letzte von Milizen gehaltene Kessel nahe Damaskus. Wenn sie befreit ist, wird die Hauptstadt vollständig sicher sein.

Laut regierungsnahen Quellen, verhandeln die Seiten noch über ein mögliches Abkommen, das es ISIS-Mitgliedern erlauben würde sich aus dem Ödland von Homs zurückzuziehen. Allerdings ist dieses Übereinkommen bisher noch nicht erreicht worden. Daher entwickeln die Regierungstruppen ihre Militäroperation in der Region weiter.

Damaskus und die lokalen Verhandlungspartner des Rastan-Kessels haben es erneut verfehlt sich auf ein Schlichtungsabkommen zu einigen. Regierungsnahe Quellen sagen, daß kleinere Erfolge des jüngsten Vorstoßes der SAA für die Entscheidung der örtlichen Gremien für den Abbruch der Verhandlungen verantwortlich gewesen sind.

Am 22. April haben Hayat Tahrir al-Sham (ehemals Jabhat al-Nusra, der syrische Zweig der Al-Qaida) und ihre Verbündeten als Zeichen ihres Widerwillens gegen jedwede Form eines Abkommens die Dörfer, Ghawr al-Assi und Qubaybat, unter Beschuß genommen.

Am selben Tag hat ISIS eine Einheit der SAA im Westen der Stadt al-Mayadin in der Provinz Deir ez-Zor in einen Hinterhalt gelockt. Laut der mit dem ISIS verbundenen Nachrichtenagentur, Amaq, haben ISIS-Angehörige eine Planierraupe, einen Munitionstransporter sowie einen Kampfpanzer der SAA zerstört.

Im März hatten die SAA und andere regierungsnahen Gruppen eine begrenzte Sicherheitsoperation im Ödland nahe al-Mayadin durchgeführt. Allerdings hat das nicht gereicht, um die Sicherheit in der Region wiederherzustellen. Nach wie vor operieren mehrere Einheiten des ISIS im Ödland von Homs. In den Provinzen Homs un Deir ez-Zor sind sie in der Lage überfallartige Angriffe auf  Stellungen von Regierungstruppen zu verüben. Laut örtlichen Sicherheitsquellen verüben ISIS-Zellen dort sogar Terroranschläge in Wohngebieten.

Das selbsternannte Kalifat des ISIS ist bezwungen worden. Allerdings ist er nach wie vor eine gefährliche Terrorgruppe, die im syrisch-irakischen Grenzgebiet stark vertreten ist und eine große Anzahl von Terrorzellen in der Region unterhält.

Die irakische Regierung betrachtet sie ebenfalls als Bedrohung. Am 19. April hat die irakische Luftwaffe Luftangriffe gegen den ISIS in der syrischen Provinz Deir ez-Zor geflogen. Die Angriffe sind mit der syrischen Regierung koordiniert worden. Die irakische Regierung hat angekündigt bei Bedarf weitere Angriffe zu fliegen. In Bagdad operiert eine irakisch-syrisch-iranisch-russisches Geheimdienstzentrale.

Übersetzung: wunderhaft

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