Syrien – Kriegsbericht vom 23. Mai: Größter ISIS-Angriff seit Monaten nahe Palmyra

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Am 22. Mai hat der ISIS Stellungen der Syrisch Arabischen Armee (SAA) nahe der Förderanlage des T3-Ölfeldes in der Nähe von Palmyra in der Provinz Homs angegriffen. Der Angriff begann mit der Explosion einer improvisierten Autobombe. Danach hat die Infanterie des ISIS die Stellungen der SAA gestürmt. Allerdings wurde der Angriff zurückgeschlagen.

Laut regierungsnahen Quellen sind mindestens 16 Soldaten der SAA getötet, 14 weitere verwundet sowie einige Fahrzeuge beschädigt oder zerstört worden. Milizen-nahe Quellen behaupten, daß mindestens 30 Soldaten getötet worden seien.

Dies waren womöglich die größten Angriffe auf Stellungen von Regierungspositionen seit der formellen Niederlage des ISIS im Tal des Euphrat. In der in Homs gelegenen Wüste, Deir ez-Zor, stellen ISIS-Einheiten immer noch eine beträchtliche Sicherheitsbedrohung dar.

Bei der Überlegung, daß die Reise eines Teils der aus Süd-Damaskus evakuierten ISIS-Terroristen wahrscheinlich in dieser Wüstenregion endet, wird die Bedrohung der Sicherheit nur weiter steigen.

Nach der Befreiung von Jarmuk, hat das syrische Militär mit der Verlegung seiner Streitkräfte, einschließlich Kampfpanzern, Artilleriegeschützen und Raketenwerfern, aus dem Umland von Damaskus in den Süden des Landes begonnen. Sowohl diese Berichte als auch die angebliche Ankunft des prominentesten syrischen Militärkommandeurs, General Suheil ‘the
Tiger’ al-Hassan, haben bereits für Uneinigkeit unter den militanten Gruppen in der Provinz Daraa gesorgt.

In den Dörfern Nahaj and Mahjeh und Mahjeh operierende Milizionäre haben die syrische Regierung und ihre russischen Unterstützer um Verhandlungen bezüglich eines möglichen Schlichtungsabkommens gebeten.

Einige der regierungsnahen Quellen haben darüber spekuliert, daß Milizen aus Nahaj bereits mit der Übergabe von Waffen begonnen haben. Allerdings sind diese Berichte noch unbestätigt.

Laut syrischen Experten, wird, falls die Milizen in Daraa ein Schlichtungsabkommen ablehnen und die Übergabe ihrer Waffen verweigern, eine Militäroperation in der Region unvermeidlich sein.

Wie der IAF-Kommandeur, Generalmajor Amikan Norkin, am 22 Mai auf dem Treffen leitender Angehöriger der IAF in Herzilya mitgeteilt hat, waren Tarnkappenbomber der israelischen Luftwaffe (IAF), vom Typ F-35I, an Angriffen auf Syrien beteiligt. “Wir überfliegen mit den F-35 den gesamten Nahen Osten. Das ist zum Bestandteil unserer Einsatzfähigkeit geworden”, sagte er.

Laut GenMaj. Norkin, haben sich die F-35-Tarnkappenbomber zwar nicht an den letzten Angriffen auf Syrien beteiligt, jedoch an vorhergegangenen.

Derzeit verfügt Israel über neun Kampfflugzeuge vom Typ F-35. Es wird erwartet, daß es bis zum Jahr 2024 insgesamt 50 davon zum Aufbau zweier vollständiger Geschwader erhalten wird.

Übersetzung: wunderhaft

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