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Syrien – Kriegsbericht vom 24. Januar 2019: Gefechte zwischen arabischen Demonstranten und den SDF in der Provinz Rakka

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Am 23. Januar haben Hunderte Zivilisten in den Straßen von al-Mansoura in der Provinz Rakka versammelt, um gegen die Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) zu protestieren, nachdem Sicherheitskräfte der Gruppe einen Zivilisten ermordet haben.

Laut Quellen vor Ort, ist Ahmad al-Zaban, ein Angehöriger des bekannten al-Bukhamis-Stammes, getötet worden, weil er sich geweigert hatte den SDF beizutreten. Im Jahr 2018 hat die von Kurden dominierte Gruppe damit begonnen eine zwangsweise Wehrpflicht einzuführen, um einige arabische Einheiten in ihren Rängen zu schaffen. Diese Bestrebung ist ein Teil der Bestrebungen die politische und militärische Dominanz der von den Vereinigten Staaten (VS) unterstützten bewaffneten Gruppen im Nordosten Syriens zu legitimieren.

Während der Proteste in al-Mansoura gab es Zusammenstöße zwischen Ortsansässigen und Angehörigen des al-Bukhamis-Stammes mit den Sicherheitskräften der SDF, deren Zentrum hierbei niedergebrannt worden ist. Dies zwang die SDF dazu sich vorübergehend aus der Stadt zurückzuziehen. Auch wurden die SDF von Bewohnern der Stadt gefordert ihre an dem Verbrechen beteiligten Mitglieder auszuliefern. Die Situation ist in Bewegung, jedoch ist es unwahrscheinlich, daß die Gruppe eine gänzlich friedliche Lösung des Problems mit den Protestierenden finden wird. In den meisten Fällen schlagen die Sicherheitskräfte die Proteste schlicht nieder und beschuldigen ihre Widersacher Verbindungen zu Terroristen zu haben.

Anfang dieser Woche veranstalteten verschiedene am Ufer des Euphrats lebende Stämme Proteste, bei denen die Regierungen Rußlands und Damaskus zum Wiederaufbau von Brücken´aufgefordert wurden, die durch die von den VS angeführte Koalition zerstört worden sind. Die Zerstörung von Brücken ist eines der Instrumente zur Verhinderung von Reisen und Warenlieferungen zwischen den von den SDF gehaltenen und den von der Regierung kontrollierten Gebieten.

Sowohl die Isolation der von den SDF gehaltenen Regionen vom Rest Syriens als auch die umfangreiche Propagandaschlacht bezüglich der Verhinderung der Rückkehr der Menschen durch das blutige Assad-Regime, sind Werkzeuge zur Unterwanderung der territorialen Integrität Syriens.

Derweil haben die SDF bemerkenswerte Fortschritte bei der Bekämpfung des ISIS in dem von den Terroristen gehaltenen Kessel nahe der irakischen Grenze gemacht. Die SDF haben die Dörfer al-Baghuz al-Fawqani und Shajlah erobert und sind auf Stellungen des ISIS in dem Dorf Murashida vorgerückt. Sollte das Dorf in die Hände der SDF fallen, wird der ISIS in dem von ihm gehaltenen Kessel formell eliminiert sein.

Laut pro-kurdischen Quellen, sind mehr als 5.100 Menschen aus der vom ISIS gehaltenen Region geflohen, unter denen sich mindestens 500 ISIS-Mitglieder befunden haben. Diese haben sich den SDF ergeben.

Im Moskau haben sich der tükische Präsident, Recep Tayyip Erdogan, und sein russischer Amtskollege, Wladimir Putin, zu Gesprächen über eine Vielzahl von Themen getroffen, einschließlich der Situation in Syrien. In einer anschließenden Pressekonferenz hat Putin erklärt, daß Moskau und Ankara vereinbart haben zusätzliche Maßnahmen zur Umsetzung des Konfliktvermeidungsabkommens zu ergreifen.

Putin sagte, “Wir sehen, daß unsere türkischen Partner sich sehr darum bemühen die terroristische Bedrohung dort zu beenden, und daß eine Zusammenarbeit zur Beendigung der Spannungen in dieser Region notwendig ist.” Er fügte hinzu, daß Rußland auch an einer Unterstützung von Verhandlungen zwischen den SDF und Damaskus arbeitet.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-jan-24-2019-arab-protesters-clash-with-sdf-in-raqqa-province/

Übersetzung©: Andreas Ungerer

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