Syrien – Kriegsbericht vom 24. Juli 2018: Syrische Arme beginnt mit Operation gegen ISIS östlich der Golanhöhen

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Am 23 Juli haben die Syrisch Arabische Armee (SAA) und ihre Verbündeten mit einer Militäroperation zur Niederschlagung des ISIS in Süd-Syrien, östlich der von Israel besetzten Golanhöhen begonnen.

Regierungstruppen haben die Dörfer Ma’alaqah und Um Lawqas sowie einige nahegelegenen Anhöhen im nördlichen Teil des vom ISIS gehaltenen Kessels befreit.

Am 24. Juli haben die von der SAA angeführten Streitkräfte ihren Vorstoß zur Eroberung von Tasil und den angrenzenden Dörfern, Saudah, Ain Thakar and Adawan, fortgesetzt. Das Hauptziel dieser Bemühungen ist die Verkürzung der Frontlinie gegen den ISIS. Das wird der SAA erlauben ihre hauptsächlichen Bemühungen auf besser befestigte Regionen im Zentrum und den südlichen Teilen des Kessels zu konzentrieren.

Unabhängig davon, hat die SAA einen Posten des Kontigents der Vereinten Nationen zu Überwachung des Entflechtungsabkommens (UNDOF*) in der Nähe des Dorfes Al-Rafeed zurückerobert. Somit sind die einzigen Gebiete östlich der Golanhöhen, die tatsächlich von Mitgliedern der Freien Syrischen Armee und Hayat Tahrir al Sham kontrolliert werden Baqira, Beerajam, Quneitra and Jubata al-Kashab.

Am 23. Juli hat die Israelische Verteidigungsarmee Raketenabwehrsysteme des Typs David´s Sling* gegen unweit der syrisch-israelischen Demarkationslinie abgeschossene Raketen eingesetzt. Laut der IDF, hat Israel zwei Abfangraketen gestartet, Es ist unklar ob diese ein Ziel getroffen haben. Allerdings hat die IDF erklärt, daß keine Verletzungen oder Schäden durch die während der Kämpfe zwischen der SAA und den Milizen abgefeuerten Raketen entstanden seien.

Interessant ist, daß die israelische Luftwaffe diesen Zwischenfall nicht mit Luftangriffen auf syrischen Boden beantwortet hat, was in Anbetracht des üblichen Verhaltens Tel Avivs in dem Konflikt ungewöhnlich ist.

Später trafen sich der russische Verteidigungsminister, Sergej Lawrow und der Chef des Generalstabs, General Waleri Gerassimow am selben Tag mit dem israelischen Premierminister, Benjamin Netanjahu, zu Gesprächen  in Jerusalem. Nach dem Treffen sagte der russische Verteidigungsminister, daß “die Parteien während der Gespräche zahlreiche Aspekte der Nah-Ost-Agenda thematisiert worden sind, welche mit der besonderen Bedeutung der Situation in Syrien und seiner Nachbarschaft in Berührung stehen.”

Netanjahu hatte bereits vor zwei Wochen in Moskau mit dem russischen Präsidenten, Wladimir Putin, über die Situation in Syrien diskutiert. Die intensivierten Kontakte beider Seiten sind ein weiters Signal dafür, daß Süd-Syrien bald wieder unter die vollständige Kontrolle der mit dem Iran verbündeten Regierung Assads gelangen wird und Israel keine realistische Möglichkeit hat, dies zu verhindern. Das 1974 zwischen Israel und Syrien geschlossene Truppenentflechtungsabkommen wird die Grundlage für eine zumindest teilweise Entspannung der Situation zwischen Damaskus und Tel Aviv bilden.

Das russische Zentrum für den Empfang, die Aufteilung und die Beherbergung von Flüchtlingen in Syrien hat 336.000 Plätze für die Beherbergung heimkehrender Flüchtlinge und vorübergehend umgesiedelter Menschen in Syrien vorbereitet. Diese Plätze befinden sich in den Provinzen Aleppo, Rif Damshq, Homs, Hama und Deir ez-Zor.

Das russische Militär hat erklärt, daß insgesamt 1,7 Millionen Flüchtlinge aus dem Libanon, der Türkei, Jordanien, dem Irak sowie aus Ägypten und zahlreichen europäischen Ländern zurückkehren können. Die Russen unterstützen die Regierung in Damaskus aktiv sich hierauf vorzubereiten.

Mit russischer Hilfe sind 83 medizinische Einrichtungen, 213 Bildungsinstitutionen, 73 Kraftwerke, 69 Kläranlagen und 2 Kraftstoff- und Energieanlagen sowie 244 Kilometer Straßen wiederaufgebaut worden.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-july-24-2018-syrian-army-kicks-off-operation-against-isis-east-of-golans/

Übersetzung©: wunderhaft

Alle mit einem * versehenen Links wurden zusätzlich eingefügt.

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