Syrien – Kriegsbericht vom 27. Mai 2019: Rückeroberung von Kafr Nabudah durch die Armee, Offensivoperation gegen Milizen

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Am 26. Mai haben Einheiten der Syrisch Arabischen Armee (SAA), der Tiger-Kräfte und der Nationalen Verteidigungskräfte einen Überraschungsangriff auf die Stadt Kafr Nabudah im Nordwesten von Hama gestartet, die  kürzlich von Hayat Tahrir al-Sham (HTS) (dem früheren Zweig von al-Qaida in Syrien) und deren von der Türkei unterstützten Verbündeten erobert worden war.

Der Angriff begann am Morgen, nach einer Reihe von Luftangriffen durch syrische und russische Kampfflugzeuge. Am Abend hatten die Regierungstruppen die voll Kontrolle über die Stadt übernommen und mindestens 5 Milizen getötet.

Von HTS angführte Kräfte hatten Kafr Nabudah am 22. Mai eingenommen. Daraufhin haben die Milizen erklärt mindestens 50 regierungsfreundliche Kämpfer getötet und etliches militärisches Equipment erbeutet zu haben. Kafr Nabudah ist die Hauptbefestigung von Milizen in dieser Region. Die Unfähigkeit von HTS, die Stadt unter Kontrolle zu halten, stellt eine Bedrohung der westlichen Flanke der in Kahn Sheykhun, Kaft Zita und nahegelegenen Dörfern stationierten Milizen dar.

In Kirkat haben Einheiten der SAA verschiedene Waffendepots beschlagnahmt, die Grad-Raketen, Panzerabwehrmunition, Artilleriegeschosse, Mörsergranaten, raketengetriebene Granaten und große Mengen Munition verschiedenen Kalibers enthielten. Auch hat die SAA einen unterirdischen Tunnel entdeckt, der zu einem befestigten Kommandoraum in der Stadt Qualaat al-Madiq führt.

Die SAA hatte Kirkat und Qalaat al.Madiq Anfang Mai, im Rahmen ihrer aktuellen Militäroperation in Mord-Hama erobert.

Laut dem russischen Verteidigungsministerium, haben die bewaffneten Gruppen seit Beginn der andauernden Feindseligkeiten im Nordwesten von Hama 350 Kämpfer, fünf Kampfpanzer, einen Schützenpanzer, 27 Pritschenwagen, zwei Autobomben und drei Raketenabschußvorrichtungen verloren.

Es ist zu erwarten, daß die Gefechte in der Region andauern. Die 7. Division der SAA hat kürzlich Verstärkung, einschließlich Kampfpanzer vom Typ T-55, Schützenpanzer vom Typ BMP-1, Flugabwehr-Selbstfahrlafetten vom Tyü Shilka und Selbstfahrlafetten des Typs S21 Gvozdika an die Frontlinie entsandt. Eine Quelle innerhalb der 7. Division berichtete SouthFront, daß sich diese Verstärkungskräfte künftig an Militäroperationen gegen HTS in der Region beteiligen könnten. Allerdings hat er keine zusätzlichen Angaben hierüber gemacht.

Die Islamische Turkestan-Partei (TIP) und HTS haben einen weiteren Angriff der SAA auf ihre Stellungen südlich von Kbani im Norden von Latakia zurückgeschlagen. Der TIP nahe Medien haben berichtet, daß etliche Soldaten hierbei getötet worden sind. Laut Quellen in der 4. Division, betrachtet die SAA Kbani als vorrangiges Ziel für Offensivoperationen.

Wie Reuters am 25. Mai berichtete, hat die Türkei ihre Waffenlieferungen an die von Mainstream Medien als “syrische Rebellen” bezeichneten Kämpfer wiederaufgenommen, um sie bei der Abwehr des Vormarsches der SAA im Norden von Hama zu unterstützen. Laut der Nachrichtenagentur hat die Türkei die bewaffneten Gruppen mit Dutzenden gepanzerter Fahrzeuge, Mehrfachraketenwerfersystemen vom Typ Grad und Panzerabwehrlenkraketen, einschließlich Panzerabwehrlenkwaffen vom Typ TOW aus US-amerikanischer Produktion versorgt. Auch wurden an der Frontlinie im Nordwesten von Hama zahlreiche gepanzerte Fahrzeuge aus türkischen Lieferungen gesichtet.

Die Deeskalationsbemühungen in der so genannten Zone in Idlib scheinen am Rand ihres völligen Zusammenbruchs zu stehen.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-may-27-2019-army-takes-back-kafr-nabudah-delivers-blow-to-militants/

Übersetzung©: Andreas Ungerer

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