Syrien – Kriegsbericht vom 27. März 2018: Die Türkei bereitet eine Intervention im Irak vor

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Laut dem russischen Zentrum zur Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien, haben am 26. März 6.749 Milizionäre von Faylaq al-Rahman gemeinsam mit ihren Angehörigen den südlichen Teil von Ost Ghouta verlassen und sind mit 110 Bussen in den von Milizen gehaltenen Teil der Provinz Idlib gebracht worden. Während der vergangenen drei Tage sind 13.190 Milizen und ihre Familienmitglieder aus Ost Ghouta evakuiert worden. Auch hat Faylaq al-Rahman 26 syrische Soldaten und Zivilisten gemäß der Evakuierungsvereinbarung aus der Gefangenschaft entlassen.

Am selben Tag haben, erklärte das Zentrum, daß seit der Einrichtung der tägliche Waffenruhen über 114.000 Menschen Ost Ghouta über humanitäre Korridore verlassen haben.

Die Syrisch Arabische Armee (SAA) hat die vollständige Kontrolle über die von den Mitgliedern von Ahrar al-Sham verlassene Region um Harasta erlangt und bereitet sich nun, sobald sich die Milizen zurückziehen, auf einen Vorstoß in die noch verbliebenen, von Milizen gehaltenen, Regionen im Süden der Ost Ghouta vor.

Auch hat die SAA einen großen Stützpunkt sowie ein unterirdisches Tunnelsystem in der kürzlich befreiten Stadt Hazeh gesprengt, daß von Faylaq al-Rahman benutzt worden war. Dieses System war ein logistisches Drehkreuz, das die von Milizen gehaltenen Gebiete in diesem Teil der Ost Ghouta miteinander verbunden hat.

Die von Jaish al-Islam gehaltene  Gegend um Douma verbleibt als einzige Hochburg der Milizen in der Ost Ghouta. Der politische Führer der Gruppe, Mohammed Alloush, hat am Abend des 26. März erklärt, daß sich die Gruppe nicht aus der Stadt zurückziehen werde. In Anbetracht dessen, daß die Milizen nur eine geringe Chance haben die Kontrolle über die Stadt zu behalten, wenn die SAA ihre Vorstöße fortsetzt, kann diese Erklärung als weiterer Schritt in den andauernden Verhandlungen betrachtet werden.

Sollte sich keine friedliche Lösung erreichen lassen, werden die SAA und ihre Verbündeten militärische Maßnahmen ergreifen, um Jaish al-Islam aus der Ost Ghouta zu vertreiben.

Am 27. März tauchten Gerüchte auf, nach denen Milizen in der Al-Rastan-Tasche einer vollständigen Aussöhnungsvereinbarung in der Region zugestimmt haben, die von Rußland unterstützt wird. Die Situation bleibt vorerst unklar. Allerdings wurden Anfang des Monats über der Al-Rastan-Tasche eine Reihe von Flugblätter aus syrischen Flugzeugen abgeworfen, auf denen die Milizen aufgefordert worden sind sich zu ergeben und die Vereinbarung zu akzeptieren. Ein solcher Schritt wird oft im Vorfeld des weiteren Vorrückens der SAA unternommen. So könnte die Drohung mit militärischer Gewalt die Führung der Milizen erneut zum Verhandlungstisch drängen.

Irakische Sicherheitskräfte (ISF) haben in großen Teilen des Umlands von Sinjar* (Sindschar) im Nordirak Truppen stationiert, aus denen sich die Kurdische Arbeiterpartei (PKK) zurückgezogen hat. Ein Sprecher der Irakischen Armee verkündetet diesen Schritt am 25. März, nachdem die kurdische Gruppe ihren Abzug aus Sinjar und deren Umgebung angekündigt hatte. Allerdings werden, laut der Erklärung, mit der PKK verbundene Sicherheitskräfte in der Region stationiert bleiben. Der Berg, Sinjar ist ein langjähriger Stützpunkt der PKK im Nordirak.

Die Berichte über den Rückzug der PKK erschienen inmitten der Vorbereitungen der Türkei für eine mögliche Militäroperation gegen die PKK im Nordirak.

“Wir haben angekündigt nach Sijar vorzurücken. Nun haben die Operationen dort begonnen. Es handelt sich un einen internen und externen Kampf”, erklärte der türkische Präsident, Recep Erdoga, am 25. März.

Allerdings widersprachen die Behauptungen des türkischen Präsidenten zur derzeitigen Lage der Erklärung des irakischen Militärs.

“Die Irakischen Streitkräfte haben Sicherheitssituation in Niniveh*, Sinjar und den Grenzgebieten unter Kontrolle”, sagte das irakische Militär und widersprach damit Nachrichten, daß fremde Truppen die Grenze zu diesen Gebieten überschritten hätten.

Die Situation nimmt ihren Lauf.

 

Übersetzung: wunderhaft

Die mit einem * versehenen Links wurden zusätzlich eingefügt

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