Syrien – Kriegsbericht vom 27. März 2019: Russische Sondereinheiten bringen für den Tod von drei Russen verantwortliche Terroristen zur Strecke

Donate

 

 

Wie das russische Verteidigungsministerium am 25. März mitgeteilt hat, sind Ende Februar sind 3 Soldaten der russischen Streitkräfte bei einem Terroranschlag in Syrien getötet worden. Das Verteidigungsministerium fügte hinzu, daß die russischen Luftstreitkräfte und Spezialeinheiten eine Gruppe von 30 mit dem Anschlag in Verbindung stehende Terroristen aufgespürt und eliminiert haben.

Das Verteidigungsministerium gab keine weiteren Details über den Ort des Zwischenfalls bekannt. Jedoch hatte die ISIS-nahe Nachrichtenagentur Amaq zuvor berichtet, daß einige Russen von Mitgliedern des ISIS bei Anschlägen in der Wüste zwischen Homs und Deir ez-Zor getötet worden waren. Höchstwahrscheinlich war die Gruppe von Terroristen an diesem Zwischenfall beteiligt.

Zur selben Zeit kursierte ein Video von dem Geländewagen des russischen Herstellers UAZ im Internet, in dem die Russen unterwegs waren, als sie angegriffen wurden. Es soll etwa 40 Kilometer entfernt von al-Mayadin aufgenommen worden sein.

Dieser Zwischenfall ist ein unzweifelhafter Beweis dafür, daß trotz des formellen Siegs über das selbst ermächtigte Kalifat des ISII in Syrien, einzelne Zellen der Terrorgruppe nach wie vor eine Bedrohung der Sicherheit vor Ort darstellen. Bisher haben die begrenzten Sicherheitsoperationen der Syrisch Arabischen Armee (SAA) in den Wüstenregionen nahe Palmyra sowie im Euphrat-Tal die Präsenz der Terrorgruppe in der Wüste zwischen Homs und Deir ez-Zor noch nicht beenden können.

Laut des syrisch-iranisch-russischen Bündnisses, benutzen Terroristen des ISIS die von den Vereinigten Staaten (VS) besetzte Region um al-Tanf um vor Operationen der SAA sicher zu sein.

Außerdem verweigern die VS weiterhin jeglichen Zugang zu dem dort befindlichen Flüchtlingslager al-Rukban und verhindern faktisch die Evakuierung von Zivilisten aus dieser von der humanitären Krise betroffenen Region.

Am 26. März hat das türkische Verteidigungsministerium verkündet, daß türkische und russische Kräfte erstmalig eine Patrouille in der Region Tal Rifat unternommen haben.

“Im Rahmen des zuvor geschlossenen Abkommens, haben die türkischen und russischen Streitkräfte erstmalig eine voneinander unabhängige, jedoch miteinander koordinierte Patrouille zur Durchsetzung des Waffenstillstands unternommen, um für Stabilität in der Region Tal Rifat zu sorgen und Angriffen auf unsere Teileinheiten vorzubeugen”, berichtete das Verteidigungsministerium auf Twitter.

Die Patrouillen sollen in folgenden Regionen stattgefunden haben: Kafr Lusin und Al-Dana in Nord-Idlib, Atarib in West-Aleppo und Qammari sowie Al-Eiss im Südwesten Aleppos.

Tatsächlich haben Rußland und die Türkei keinerlei wirklich ´gemeinsamen Patrouillen an der Kontaktlinie zwischen den von der so genannten ´Opposition´und der Regierung kontrollierten Gebieten unternommen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, daß diese ersten Patrouillen in weitgehend ruhigen Regionen stattfanden. Die meisten der Verletzungen des Waffenstillstands ereignen sich in Nord-Hama und Süd-Idlib. Andererseits könnte die Entwicklung in Tal Rifat zum ersten Signal dafür sein, daß die Unterzeichner des Demilitarisierungsabkommens dazu übergehen praktische Schritte zur Beendigung der andauernden Gegenwart von Terroristen in der Region zu unternehmen.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-march-27-2019-special-forces-hunt-down-terrorists-that-killed-3-russians/

Übersetzung©: Andreas Ungerer

Donate

SouthFront

Do you like this content? Consider helping us!