Syrien – Kriegsbericht vom 28. März 2018: Tiger-Kräfte werden Douma stürmen, falls keine Einigung erreicht wird

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Am 27. März haben die Türkischen Streitkräfte (TAF) und die Freie Syrische Armee (FSA) mit einem Vorstoß zur Eroberung der südöstlich von Afrin gelegenen Stadt, Tall Rifaat*, in Nordsyrien begonnen.

Als die türkische Militäroperation, Olivenzweig, am 20. Januar begonnen hat, war Tall Rifaat unter der Kontrolle von Kräften der Kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG). Später hat sich die YPG die Kontrolle des Umlands von Tall Rifaat mit den Nationalen Verteidigungskräften – einer in die Syrische Arabischen Armee (SAA) integrierte, regierungsfreundlichen Miliz geteilt.

Laut pro-türkischen Quellen, sollen die TAF und die FSA am 28. März die Kontrolle über Tall Rifaat, den Luftwaffenstützpunkt Minagh und Sheik Isa übernommen haben. Die Lage in den

Dörfern, Deir Jamal, Kafranya und Sheikh Hilal, bliebt umstritten.

Es sollen sich keine Zusammenstöße in der Region ereignet haben. Sollte das stimmen, haben sich die Türkei und das syrisch-iranisch-russische Bündnis wahrscheinlich hinter den Kulissen darauf geeinigt, die Kontrolle über Tall Rifaat und ihres Umlands Ankara und deren Stellvertretern zu überlassen. Vorher haben hohe Beamte der Türkei offiziell erklärt, daß die Operation in Afrin erst nach der Eroberung von Tall Rifaat beendet werden wird.

Allerdings haben YPG-nahe Quellen bestritten, daß Tall Rifaat sich derzeit unter der Kontrolle der TAF befindet. Die Situation ist unklar.

Die SAA und die Tiger-Kräfte bereiten sich auf die Erstürmung der Stadt Douma in der Ost Ghouta vor, da die Verhandlungen zwischen der Regierung und Jaish al-Islam, welche die Region kontrollieren, in den vergangenen Tagen gescheitert sind. Laut regierungsnahen Quellen, wird die Operation bald beginnen, sollte kein Aussöhnungsabkommen erzielt werden können.

Zuvor ist der Rest der in der Region Ost Ghouta durch Milizen besetzte Gebiete unter Zwang und durch eine Reihe von Aussöhnungsabkommen von Regeirungstruppen befreit worden. Die Vereinbarungen haben es den lokalen Milizen erlaubt, sich ohne schwere Waffen in Richtung Idlib zurückzuziehen oder ihren Aufenthaltstitel der syrischen Regierung zu unterstellen.

Wie der Pressesprecher der Demokratischen Kräfte Syriens (DKS) in Deir ez-Zor, Mehdi Kobani, der russischen Nachrichtenagentur, Sputnik Turkiye am 27. März mitgeteilt hat, errichten die VS einen Militärstützpunkt in der Nähe des größten Erdölfeldes des Landes – des Al-Omar Ölfelds.

“Die VS errichten einen großen Militärstützpunkt in der ölreichen Region, Al-Omar, der Provini Deir ez-Zor. Aus Sicherheitsgründen können wir keine Angaben zur Größe dieser neuen Einrichtung machen. Derzeit sind Baumaschinen in der Nähe des Stützpunkts am Werk und für die Sicherheit sorgen die DKS”, sagte Kobani.

Erste Berichte über den Militärstützpunkt in der Gegend des Al-Omar Ölfelds waren Mitte März aufgetaucht, als die DKS de facto bestätigt haben, daß ihr Kunde die Bemühungen um die Besatzung von Ostsyrien fortsetzt.

Ortsansässige haben im Dorf, Al-Mansoura, in der Provinz Rakka mit einer Reihe von Protesten begonnen. Die Spannungen sind ausgebrochen, nachdem die DKS einen Anführer eines dort ansässigen arabischen Stammes festgenommen haben.

Die DKS ist eine de facto von Kurden dominierte Gruppe, die von der YPG und ihrem politischen Flügel, der Partei der Demokratischen Union (PYD),kontrolliert wird. Die PYD und PYD-nahe “Sicherheitskräfte” arbeiten aktiv daran ihr eigenes Hoheitsgebiet in von der DKS gehaltenen Gebieten zu errichten. Diese Bemühungen verursachen Spannungen mit der einheimischen Bevölkerung.

Übersetzung: wunderhaft

Der mit einem * versehenen Link wurde zusätzlich eingefügt

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