Syrien – Kriegsbericht vom 29. April 2019: Russische und syrische Kräfte machen Milizen in Idlib die Hölle heiß

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ISIS und al-Qaida haben die jüngste Pause der Antiterroroperationen in Syrien zur Neugruppierung und Ausweitung ihrer Aktivitäten genutzt.

Während der vergangenen zwei Wochen haben in der Wüste zwischen Homs und Deir ez-Zor operierende ISIS-Zellen etliche erfolgreiche Angriffe gegen Stellungen der Arabisch Syrischen Armee (SAA) und ihre Verbündeten geführt. Hierbei sind mindestens zwei Dutzend Regierungssoldaten getötet und etliche Fahrzeuge von den Terroristen des ISIS zerstört oder erbeutet worden. Die mit dem ISIS verbundene Nachrichtenagentur Amaq hat eine Reihe von Photos veröffentlicht, welche die Erfolge der Terrorgruppe in der Region zeigen.

Die ausgedehnten Aktivitäten des ISIS in der Wüste zwischen Homs und Deir ez-Zor sind in jüngster Zeit für regierungsnahe Kräfte zu einer bedeutenden Angelegenheit geworden. Bisher haben die SAA und ihre Verbündeten keine umfassenden Maßnahmen ergriffen, um sich der ISIS-Zellen zu entledigen. Wenn diese Situation andauert, wird der ISIS seiene Angriffe auf Stellungen der SAA und deren Konvois fortsetzen und seinen Einflu0 in Syrien womöglich weiter ausweiten.

Am Ostufer des Euphrats plazieren ISIS Zellen weiterhin Sprengfallen (IEDs) und begehen Überfälle. Beispielsweise explodierte am 27. April eine Autobombe nahe der Kasernen der Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) in der Stadt Raqqah.

Hayat Tahrir al-Sham, Horas al-Din, Ahrar al-Sham und andere radikale Gruppen haben ihre Operationen ebenfalls intensiviert. Am 26. und 28. April haben bewaffnete Grupen das von der Regierung gehaltene Gebiet in der Provinz Lattakia, einschließlich des russischen Luftwaffenstützpunkts Hmeimim, mit ungelenkten Raketen bombardiert.

HTS hat Stellungen der SAA ind Welt-Aleppo angegriffen. Ein Sprecher von HTS hat behauptet, daß während der Gefechte 45 Soldaten und Offiziere der SAA getötet worden sind. Diese Behauptungen sind von duech SouthFront kontaktierte militärische Quellen dementiert worden. Laut dieser Quellen, hat die SAA keine nennenswerten Verluste erlitten, während jedoch HTS etliche Kämpfer verloren haben soll. Trotz alledem bleibt die Situation in der Region angespannt.

Die Militäroerationen hatten eine erbitterte Antword der SAA und der russischen Luftwaffe zur Folge. Die SAA hat eine taktische ballistische Rakete vom Typ OTR-21 Tochka auf ein unidentifiziertes Ziel nahe der Stadt Benin in Süd-Idlib abgeschossen. Die russische Luftwaffe hat Stellungen der Terroristen nahe Kansafra, Almaouzrah, al-Sheikh Idris, Tell Huwash und nahe gelegene Orte bombardiert. Den Milizen nahe Quellen sagten, daß diese Angriffe eine eklatante Verletzung des Waffenstillstandsabkommens darstellen.

Am Nachmittag des 28. April wurden ungewöhnliche Spannungen zwischen der SAA und den SDF an der Kreuzung Tabqah gemeldet, welche die von der Regierung gehaltene Gebier mit der von der Selbstverwaltung in Nordostsyrien kontrollierten Region verbindet. Laut einem Bericht der North Press Agency haben Einheiten der SDF versucht einen tiefen Graben nahe der Kreuzung auszuheben. Dieser unabgesprochene Schrit provozierte eine Reaktion der SAA, die daraufhin auf einige Stellungen im nahegelegenen und als Haweat al-Jirat bekannten Niemandsland zumarschierte.

Nach diesem Vorfall wurde der Übergang geschlosssen. Kampfhubschrauber der von den VS angeführten Koalition wurden über dem Gebiet gesichtet. Der Vorfall ist von einigen Medienkanälen aufgebauscht worden, die behauptet haben, daß die SAA Anstalten mache, gegen die SDF aufzumarschieren. Jedoch haben sich all diese Vorfälle tatsächlich im Niemandsland ereignet.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-apr-29-2019-russian-syrian-forces-rain-hell-on-idlib-militants/

Übersetzung©: Andreas Ungerernbsp;

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