Syrien – Kriegsbericht vom 29. August 2019: Angriff von Milizen in Ost-Idlib endet in einem Desaster

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Syrian War Report – August 29, 2019: Militants' Attack In Eastern Idlib Ends In Disaster

 

Am 27. August haben vereinte Kräfte von Hayat Tahrir al-Sham und anderen militanten Gruppen, nahe der Stadt Abu Dali in Süd-Idlib, einen Angriff auf Stellungen der Syrisch Arabischen Armee (SAA) gestartet. In den Dörfern Tal Maraq, Salmuia, Jaduia, Sham Al-Hawa und Abi Omar brachen Kämpfe zwischen der SAA und Milizen aus. Hayat Tahrir al-Sham hat mindestens einen, am Steuer einer Autobombe sitzenden Selbstmordattentäter eingesetzt. Nichtsdestotrotz waren sie jedoch nicht in der Lage, die Verteidigungslinien der SAA zu durchbrechen.

Den Milizen nahe Quellen haben behauptet, daß militante Kräfte einen Kampfpanzer und drei gepanzerte Fahrzeuge von der SAA erbeutet haben. Regierungsnahe Quellen hingegen haben berichtet, daß mindestens 37 der Milizen getötet und jeweils einer ihre Panzer vom Typ T-55 sowie ein Schützenpanzer des Typs BMP-1 zerstört worden sind.

Die Entwicklungen nahe Abu Dali, wo ein russischer Beobachtungsposten stationiert ist, beweisen, daß dort keine wirkliche Deeskalation der Situation möglich ist, solange Hayat Tahrir al-Sham dort operiert.

Derweil hat die SAA einen Verstärkungstrupp im Norden von Lattakia stationiert. Regierungsnahe Kräfte habe die von Milizen besetzte Stadt Kinsabah als eines der wichtigsten Ziele in der Region ausgemacht. Allerdings waren alle bisherigen Versuche sie zu erobern wenig erfolgreich.

Am 28. August haben den Milizen nahe Quellen berichtet, daß ein türkischer Beobachtungsposten nahe Sheir Magher im Nordwesten von Hama angeblich bei einem Luftangriff der syrischen Luftwaffe getroffen worden sei. Später stellte sich heraus, daß ein von einer syrischen Su-24 in der Nähe des Postens geflogener Angriff dort keinen Schaden verursacht hat. Das türkische Verteidigungsministerium hat ebenfalls dementiert, daß einer ihrer Posten angegriffen worden ist.

Radikale militante Gruppen, einschließlich Hayat Tahrir al-Sham, errichten ihre Stellungen zu Beschuß von Stellungen der SAA oft in der Nähe türkischer Beobachtungsposten, wobei sie die türkischen Truppen quasi als menschliche Schutzschilde benutzen.

Am selben Tag hat Jaysh al-Nasir berichtet, daß einer ihrer Feldkommandanten, Mohamad Turki, sowie zwei seiner Leibwächter nahe der Stadt Alhakorh getötet worden sind. Die Gruppe hat russische Kräfte hierfür verantwortlich gemacht.

Die Situation an der Kontaktlinie in Süd-Idlib bleibt weiterhin spannend.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-august-29-2019-militants-attack-in-eastern-idlib-ends-in-disaster/

Übersetzung©: Andreas Ungerer

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