Syrien – Kriegsbericht vom 3. April 2018: Regierungstruppen befreien 5 Ortschaften im Kessel von Al-Rastan

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Am 2. April wurden die Stadt, Taqsis, und die Siedlungen, Zour Abu Dardah, Jamaqiliya, al-Mishyah, und Imarah im Kessel von Al-Rastan, im Norden des Gouvernements, Homs, befreit. Diese Ortschaften waren unter Kontrolle lokaler Milizen unter dem Einfluß von Hayat Tharir al-Sham (ehemals Jabhat al-Nusra, dem syrischen Zweig von Al-Qaida). Allerdings war die SAA in der Lage ein Abkommen mit den Einheimischen zu treffen und die Region ohne Kampfhandlungen zu betreten.

Im März waren wiederholt Berichte aufgetaucht, in denen von wachsenden Spannungen zwischen der SAA und den örtlichen Milizen im Kessel von Al-Rastan die Rede war. Bewaffnete Gruppen sollen einen Vorschlag für ein umfängliches Schlichtungsabkommen sowie die Erlaubnis von Operationen  der Regierungsbehörden in der Region verweigert haben, woraufhin die SAA den Milizen mit unmittelbaren militärischen Maßnahmen gedroht haben soll.

Mit der unumgänglichen Befreiung Ost Ghoutas ist der Kessel von Al-Rastan, der Kessel von Ost Qualamoun und das Gebiet des Flüchtlingslagers Jamuk zu augenscheinlichen Ziele von militärischen und diplomatischen Bestrebungen der syrisch-iranisch-russischen Allianz geworden.

Die Siege in diesen Kesseln wird ein wichtiger Schritt in Richtung weiterer Anstrengungen bei den Herausforderungen anderer, weit größerer Bedrohungen für die  Integrität Syriens sein.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur SANA

am 2. April berichtete, sind in Ost Ghouta 1.065 Milizen und deren Familienmitglieder nach einer Vereinbarung zwischen Jaish al-Islam und der syrischen Regierung aus dem Gouvernement Douma evakuiert worden,

Laut SANA, sind diese Menschen mit 20 Bussen evakuiert worden. Ihr Zielort ist die Stadt Jarbulus in Nordsyrien, die von türkischen Truppen besetzt ist.

Laut einiger Quellen, handelt es sich bei den Evakuierten um ehemalige Kämpfer von Jaish al-Islam und um Verletzte. Allerdings deutet der Umfang der Evakuierung darauf hin, daß deren Führung gerade versuchen eine öffentliche Erklärung ihrer Niederlage zu vermeiden.

Wie der irakische Premierminister, Haider Abadi, den Medien auf einer Pressekonfernz am 1. April mitteilte, hat das irakische Militär den Beginn einer grenzübergreifenden Militäroperation geplant, um die Terroristen in Syrien zu bekämpfen

“Die Situation in Syrien bleibt eine echte Herausforderung, und wir haben uns darauf konzentriert eine Lösung dafür zu finden”, sagte er und fügte hinzu, daß die Militäroperation in Syrien am 31. März mit Militärkommandeuren besprochen worden ist.

Derzeit ist die syrisch-irakische Grenze das Hauptbetätigungsfeld von ISIS. Daher könnten, laut zahlreicher Experten, die syrischen und irakischen Streitkräfte tatsächlich mit verschiedenen gemeinsam koordinierten Einsätzen beginnen, um der Präsenz der Terroristengruppen dort ein Ende zu setzen.

Allerdings gibt Situation in der Region nördlich von al-Bukmal Anlaß zu ernster Besorgnis. Dieser Teil des Euphrat-Ufers ist von der VS-amerikanisch geführten Koalition besetzt, und die Demokratischen Kräfte Syriens (DKS) haben nur sehr wenig unternommen, um den ISIS dort zu bekämpfen. Derzeit droht Washington damit syrische Truppen anzugreifen, falls die den Euphrat überqueren.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-april-3-2018-government-forces-liberate-5-settlements-in-rastan-pocket/

Übersetzung: wunderhaft

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