Syrien – Kriegsbericht vom 31. Juli 2018: Damaskus nur noch einen Schritt von der Befreiung ganz Süd-Syriens entfernt

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Mitglieder des ISIS haben sich unter dem Druck syrischer Regierungsstreitkräfte aus der Stadt Shajarah und den Dörfern As´arah und Ma´raba östlich der Golanhöhen zurückgezogen. Somit verbleiben nur noch 3 Dörfer unter der Kontrolle der Terroristen.

Laut regierungsfreundlichen Quellen verstecken sich noch weniger als 200 ISIS-Mitglieder in Kuwayyah, Beit Arah und Qusayr. Mit der Befreiung dieser drei Dörfer wird die Syrisch Arabische Armee (SAA) in die Lage versetzt die vollständige Kontrolle über die Region und Süd-Syrien im Allgemeinen bis zur Demarkationslinie zu dem von Israel besetzten Gebiet zu verkünden.

Das Hauptproblem bei dem Vormarsch auf das Tal von Yarmouk ist, daß sich in den jüngst befreiten Gebieten eine unbekannte Anzahl von ISIS-Kämpfern und mit dem ISIS verbündeten Einzelkämpfern unter der Zivilbevölkerung verstecken. Ohne zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen werden diese Personen eine Quelle der ständigen Bedrohung durch Terroranschläge sein.

Dasselbe Problem ist derzeit im Osten von Al-Suwayda zu beobachten, wo es der SAA und Sicherheitskräften bisher nicht gelungen ist sämtliche ISIS-Zellen auszulöschen, weshalb dort mit wiederholten Anschlägen zu rechnen ist. Der bemerkenswerteste dieser Zwischenfälle hat sich am 25. Juli ereignet und zum Tod von mindestens 255 Menschen und der Verwundung von 180 weiteren geführt.

Wie das russische Zentrum zur Aufnahme, Verteilung und Beherbergung von Füchtlingen mitgeteilt hat, verlassen Zivilisten den von Milizen gehaltenen Teil der Provinz Idlib derzeit über einen humanitären Korridor in der Siedlung Abu aö-Duhur.

Laut dem Chef der Provinzverwaltung von Aleppo des Zentrums, Oleg Demjanenko, werden alle Flüchtling mittels einer syrischen Datenbank überprüft um herauszufinden, ob sie Gesetzesverstöße begangen haben. Auch werden sie nach Waffen und Sprengstoffen untersucht. Einige dieser Menschen sollen versucht haben Feuerwaffen zu schmuggeln.

Hayat Tahrir al-Sham (die ehemalige Jabhat al-Nusra, der syrische Zweig von Al-Qaida) und andere bewaffnete Gruppen betrachten die Evakuierung von Zivilisten aus dem von ihnen kontrollierten Gebiet als Bedrohung und Zeichen für die bevorstehende, gegen sie gerichtete Militäroperation der SAA.

Der Grund hierfür ist, daß die Evakuierung von Zivilisten deren Möglichkeiten diese als menschliche Schutzschilde zu verwenden einschränkt.

Die von den Vereinigten Staaten (VS) unterstützten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) haben im Rahmen ihrer Operation gegen Zellen der Terrorgruppe im Osten Deir ez-Zors und im Süden von al-Hasakah 3.400 km2 an Boden nahe der syrisch-irakischen Grenze vom ISIS erobert.

Laut pro-kurdischen Quellen befinden sich die SDF in dem Grenzgebiet in der Schlußphase ihrer Operation gegen den ISIS. Nach Erklärungen der SDF, sind die einzig verbliebenen Aufenthaltsorte von ISIS-Zellen die Sümpfe von Rawdhah und Barghuth.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-july-31-2018-damascus-is-in-one-step-from-liberating-entire-southern-syria/

Übersetzung©: wunderhaft

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