Syrien – Kriegsbericht vom 4. Dezember 2018: Syrische Armee vernichtete 270 ISIS-Mitglieder in der Provinz al-Suwaida

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Wie der Sprecher Kommandantur der russischen Eingreiftruppe in Syrien, Oleg Makarewitsch, am 3. Dezember bekanntgab, haben Regierungsstreitkräfte seit Mitte November in der Provinz al-Suwaida über 270 Mitglieder des ISIS eliminiert sowie große Mengen an Waffen und Munition, einschließlich 12 Panzerabwehrlenkwaffen des Typs TOW beschlagnahmt.

“Die Terroristen haben sich lange Zeit dort aufgehalten, und sind monatelang in Scharen in die Region gekommen. Unter ihnen sind Milizen gewesen, denen es möglich aus Jarmourk und Damaskus zu entkommen und auch solche die aus al-Tanf gekommen waren. Eine weitere weitere Schwierigkeit bestand darin, daß Panzer und schwere Artillerie dort nur begrenzt einsetzbar sind, während die Milizen eine Vielzahl von Granatwerfern, Panzerabwehrraketen und Mörser vom Kaliber 82mm besaßen”, erklärte der Sprecher.

Am 17. November waren 380 km2 Boden in al-Swaida von syrischen Staatsmedien für vollständig vom ISIS befreit erklärt worden. Dennoch verstecken sich, laut Quellen vor Ort, einige ISIS-Zellen noch immer in der Wüst südlich von al-Safa. Außerdem läßt sich eine große Konzentration des ISIS  in der Wüste zwischen Homs und Deir ez-Zor beobachten. Daher waren Meldungen einiger regierungsnaher Quellen über die vollständige Vernichtung der Terrorgruppe am Westufer der Euphrats verfrüht.

Die von den Vereinigten Staaten (VS) kontrollierte Zone von al-Tanf wird von den Terroristen des ISIS aktiv als sicherer Hafen benutzt, um sich vor Angriffen durch die syrische Armee zu verstecken und seine Kräfte nach Ost-Syrien zu verlegen. Solange diese Zone existiert, erscheint es unwahrscheinlich, daß sich ISIS-Zellen in diesem Teil des Landes vollständig vernichtet lassen.

Die von den VS angeführte Koalition trägt ihrerseits mit allen erdenklichen Mitteln dazu bei alle Sicherheitsoperationen der syrischen Armee nahe der Zone um al-Tanf zu verhindern. Am 2. Dezember hat die Koalition Stellungen der syrischen Armee nahe dem Berg al-Ghurab an der Grenze zum Irak unter Beschuß genommen. Die von den VS geführten Kräfte sollen nahe des Stützpunkts in al-Tanf das mobile Mehrfachraketenwerfersystem, M142 (HIMARS) stationiert.

Der offizielle Grund für diese Angriffe ist unbekannt, jedoch haben VS-Streitkräfte wiederholt Einheiten der syrischen Armee bei deren Jagd auf Terroristen außerhalb der so genannten Sicherheitszone von al-Tanaf angegriffen.

Am 3. Dezember haben die Einheiten der Kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) eine Erklärung veröffentlicht, nach der 11 von der Türkei unterstützte Milizen in zwei erneuten Angriffen der Gruppe in der syrischen Region um Afrin getötet worden sind.

Am 2. Dezember hat eine Einheit der YPG eine Patrouille von Jaysh al-Islam in dem Dorf Dermishmishe, nahe der Stadt Afrin, angegriffen. Bei diesem Anschlag sollen 5 Mitglieder von Jaysh al-Islam getötet und 3 weitere verletzt sowie deren Fahrzeug zerstört worden sein.

Am selben Tag haben Kämpfer der YPG ein am Hauptquartier von Ahrar al-Sham in der Stadt Jinderese stationiertes Fahrzeug zerstört, wobei, laut dem Bericht der YPG, 6 von der Türkei unterstützte Milizen getötet und 8 weitere verletzt worden sind.

Die Anschläge der YPG in Afrin werden vermutlich fortgesetzt, bis das türkische Militär und seine Stellvertreter ein effektives Sicherheitsnetzwerk in diesem von der Türkei besetztem Teil Syriens errichtet. Allerdings verzögern sich die diesbezüglichen Bemühungen Ankaras durch die weithin bekannte Inkompetenz und Korruption innerhalb der von der Türkei unterstützten bewaffneten Gruppen und in einigen Fällen werden sie hierdurch sogar sabotiert.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-dec-4-2018-270-syrian-army-eliminated-270-isis-members-in-al-suwayda-province/

Übersetzung©: wunderhaft

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