Syrien – Kriegsbericht vom 4. Juli: Regierung erobert 27 Siedlungen in südlichen Provinzen zurück

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Wie ein Sprecher des Russischen Zentrums für die Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien am 3. Juli mitgeteilt hat, sind in den Provinzen al-Quneitra, al-Suwayda und Daraa 27 Siedlungen unter die Kontrolle der Regierung zurückgekehrt.

Er fügte hinzu, daß hierbei “besondere Aufmerksamkeit” auf Bemühungen zur Schaffung von Bedingungen zur Aufnahme von Flüchtlingen gelegt wird, die sowohl aus  immer noch von Milizen kontrollierten Gebieten als auch aus anderen syrischen Regionen und Nachbarländern zurückkehren

In Busra al-Sham und in Musayrifa wurden kürzlich Einheiten der russischen Militärpolizei beobachtet.

Ende Juni haben die Syrisch Arabische Armee (SAA), die Tiger-Kräfte und ihre Verbündeten mit einer vollumfänglichen Militäroperation zur Befreiung Süd-Syriens und der Wiedererrichtung der Kontrolle über diesen Teil der Grenze zu Jordanien begonnen.

Obwohl von regierungsnahen Streitkräften große Gewinne erzielt worden sind, verweigert ein beachtlicher Teil militanter Gruppen nach wie vor jede Art vorgeschlagener Schlichtungsabkommen. Der Hauptgrund hierfür ist der Einfluß von Hayat Tahrir al-Sham (ehemals Jabhat al-Nusra, der syrische Zweig von al-Qaida) sowie von ausländischen Mächten, die die militanten Gruppen in der Region unterstützen.

Wenn die Milizen sich weiterhin weigern ihre Waffen zu übergeben, werden sie sich mit einer weiteren Runde militärischen Drucks durch die SAA und ihre Verbündeten konfrontiert sehen.

Unabhängig hiervon, hat die SAA einen Angriff von Jaish al-Izzai im Umland von A Tal Bazam im Norden von Hama zurückgeschlagen. Diese Gruppe ist eine der Hauptverbündeten von Hayat Tahrir al-Sham in der so genannten Deeskalationszone von Idlib.

Interessant ist die Tatsache, daß der Angriff sich in der Nähe eines türkischen Beobachtungspostens bei Morek ereignet hat. Dieser Posten soll den Waffenstillstand in der Region überwachen. Jedoch weisen andauernde Angriffe auf Lücken in dem von der Türkei, dem Iran und Rußland erzielten so genannten Astana Abkommen hin.

Das Problem dieses Abkommens liegt darin, daß türkische Truppen in ihrem Verantwortungsbereich in West-Idlib Hayat Tahrir al-Sahm und mit ihnen verbundene Gruppen nicht hinreichend schnell bekämpfen.

Die von den Vereinigten Staaten (VS) unterstütztem Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) haben nahe der syrisch-irakischen Grenze, östlich der von den SDF gehaltenen Stadt, Ash Shaddaday, 11 Siedlungen vom ISIS erobert. Laut pro-kurdischer Quellen sind die durch die von der VS-geleiteten Koalition unterstützten SDF dabei ihren Vormarsch entlang der Grenze mit dem Ziel fortzusetzen, die gesamte Region am Ostufer des Euphrats von Terroristen zu säubern. Nichtsdestotrotz bleibt unklar, wie lange das dauern wird.

In der Zwischenzeit kursieren Gerüchte über angebliche Verhandlungen zwischen der Regierung in Damaskus und den SDF, die de facto von bewaffneten kurdischen Gruppen angeführt werden. Die YPG* und ihr politischer Flügel, die PYD*, versuchen, inmitten der türkisch-amerikanischen Annäherungsversuche über die Situation in Nord-Syrien,  ihre komplizierten Beziehungen mit der syrischen Regierung zu verbessern.

Die Regierung in Ankara bezeichnet die YPG als Terrorgruppe. Sie hat bereits eine erfolgreiche Operation gegen die YPG in der Region Afrin durchgeführt und entwickelt ihre diesbezüglichen Bemühungen weiter.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-july-2-2018-militants-in-over-15-settlements-surrender-to-syrian-army/

Übersetzung©: wunderhaft

Die mit einem * gekennzeichneten Links wurden zusätzlich eingefügt.

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