Syrien – Kriegsbericht vom 5. April 2019: Russische Jets bombardieren Terroristen in Idlib, kurdische Rebellen greifen Stellvertreter der Türkei an

Donate

 

 

Am 4. April haben die Befreiungskräfte von Afrin (ALF) erklärt, daß ihre Einheiten eine Reihe von Anschlägen auf türkisch unterstützte Milizen verübt haben. Laut den ALF, haben kurdische Kämpfer am 2. April ein Räumfahrzeug der von der Türkei unterstützten Milizen nahe der Stadt Mare mit einer Panzerabwehrrakete zerstört. Am 3. April haben Mitglieder der ALF eine Stellung der von der Türkei unterstützten 55. Brigade nahe der Stadt Azaz, östlich von Avrin, zerstört. Bei diesem Angriff sollen mindestens drei Milizionäre verwundet worden sein.

Die ALF ist ein Ableger der Kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG), der gegründet ist, um die Gruppe vor regelmäßigen Angriffen durch türkisch geführte Kräfte in der Region Afrin zu schützen. Die YPG ist das Herz der von den Vereinigten Staaten (VS) unterstützten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) und offizielle Stellungnahmen der YPF berichten über Details von Angriffen auf die Türkische Armee und ihre Stellvertreter, die, wie im Jahr 2018 beobachtet wurde, die Spannungen zwischen Ankara und Washington Nahrung erhöht haben. Wenn also  die YPG ihre, die türkischen Ziele angreifenden Einheiten umbenennt, erhalten die VS eine Gelegenheit zu behaupten, daß ihr ´lokaler Verbündeter´ nicht an diesen Angriffen beteiligt ist.

Am 3. April habe russische Kampfflugzeuge erneut eine Reihe von Luftangriffen auf terroristische Ziele in der Deeskalationszone von Idlib geflogen. Diesmal haben die Luftangriffe Stellungen von Hayat Tahrir al-Sham auf den in der Region Jabal Zawiya gelegenen Berg Nabi Ayoub getroffen.

Der Angriff vom 3. April war der erste Luftangriff auf Terroristen in Idlib seit dem 22. März. Damals haben die russischen Kampfflugzeuge eine Reihe von Luftangriffen nahe den Städten al-Fu´ah und Kafriya in Ost-Idlib geflogen.

Die geringe Intensität dieser russischen Aktivität ist ein Hinweis darauf, daß die von vielen Seiten diskutierte Operation der Syrisch Arabischen Armee in der demilitarisierten Zone von Idlib in nächster Zeit nicht zu erwarten ist.

Am 4. April hat ist der israelische Premierminister, Benjamin Netanhahu, zu Verhandlungen über die Situation in Syrien mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nach Moskau gereist. Nach der Anerkennung der besetzten Golanhöhen durch die VS als israelischen Staatsgebiet, versucht Tel Aviv ihre Gewinne auf der diplomatischen Ebene zu festigen. Ein weiteres Ziel der israelischen Führung besteht darin die russisch-iranische Zusammenarbeit in der Region zu unterminieren. Allerdings waren diese Bemühungen bisher erfolglos.

Das israelische Unternehmen ImageSat International hat Satellitenaufnahmen veröffentlicht, die zwei Gebäude zeigen, welche am 27. März bei israelischen Luftangriffen in der Stadt Aleppo getroffen worden sind. Beide Gebäude befinden sich, laut den Fotos von ImageSat, im nordwestlichen Teil des Industriegebiets, wobei eines davon eine Lagerhalle zu sein scheint.

Israelische Medien hatten behauptet, daß iranische Kräfte beide Gebäude für militärische Zwecke genutzt hätten. Jedoch gibt es bisher keine Beweise, die diese Behauptungen untermauern. Vor Ort aufgenommene und veröffentlichte Videos deuten darauf hin, daß es sich bei den getroffenen Gebäude eher um eine eine Art von Industrieanlagen gehandelt hat.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-april-5-2019-russian-jets-pound-idlib-terrorists-kurdish-rebels-attack-turkish-proxies/

Übersetzung©: Andreas Ungerer

Donate

SouthFront

Do you like this content? Consider helping us!