Syrien – Kriegsbericht vom 5. Juli: FSA-Milizen übergeben schwere Waffen an die Syrische Armee

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In der Stadt Bosra al-Sham in der Provinz Daraa übergibt die von den Vereinigten Staaten (VS) unterstützte Gruppe der Freien Syrische Armee (FSA), Shabab al-Sunna, ihre Waffen an die Syrisch Arabischen Armee (SAA).

Nach veröffentlichten Fotos und Videos, hat die Gruppe zwei Kampfpanzer, zwei Schützenpanzer vom Typ BMP-1* sowie eine automatische Flugabwehrkanone vom Typ M1939*, einen Mörser und mindestens 6 Panzerabwehrlenkwaffen* aus amerikanischer Produktion übergeben.

Überdies hat die SAA eine bedeutende Anzahl an Mörsern, Munition und leichten Waffen zurückgewonnen.

Laut regierungsnahen Quellen wird Shabab al-Sunna die Waffenübergabe in den kommenden Tagen fortsetzen. Die meisten ihrer Mitglieder haben sich entschieden ihren ihren Rechtsstatus zu klären und der SAA beizutreten um den ISIS und Hayat Tahrir al-Sham (ehemals Jabhat al-Nusra, der syrische Zweig von al-Qaida) in Süd-Syrien zu bekämpfen.

Derweil sind Verhandlungen über ein vollumfängliches Schlichtungsabkommen mit FSA-Gruppen in der Region erneut gescheitert, da diese unrealistische Bedingungen gestellt hatten, wie etwa den Abzug der SAA aus kürzlich befreiten Gebieten.

Dies wird wahrscheinlich, ebenso wie die Zusammenarbeit der FSA mit Hayat Tahrir al-Sham, zu erneuten Vorstößen der SAA in Daraa führen.

Zur selben Zeit hat die mit dem ISIS verbundene Khalid ibn al-Walid Armee, die weite Teile der an die von Israel besetzten Golanhöhen grenzende Region kontrolliert, ein Propagandavideo veröffentlicht in dem sie gelobt die SAA zu bekämpfen und mit der Bombardierung von Stellungen der Regierungsstreitkräfte in dem westlich der Stadt Daraa gelegenen Dorf, al-Shaykh, begonnen.

Vorher wurde in verschiedenen Berichten darüber spekuliert, ob von den VS unterstützte Gruppen und der ISIS sich auf die gemeinsame Bekämpfung der SAA geeinigt haben. Die Khalid ibn al-Walid Armee sind sich völlig darüber im Klaren, daß sie weder von Israel noch von durch die VS unterstützte Gruppen  angegriffen werden. Daher wird sie wahrscheinlich ihre Angriffe auf die SAA auch ohne ein offizielles Abkommen mit der FSA fortsetzen.

Laut regierungsnahen Quellen, haben die Regierungsstreitkräfte auch einen begrenzten Angriff des ISIS im Osten von al-Suwayda, nahe Tell Bassir, zurückgeschlagen und hierbei einige ISIS-Mitglieder getötet. Die Operation gegen ISIS-Zellen in al-Suwayda ist derzeit unterbrochen, da die SAA ihre Priorität momentan auf die Provinz Daraa legt.

Am 4. Juli hat der russische Verteidigungsminister, Sergej Lawrow, auf einem Treffen mit seinem jordanischen Amtskollegen, Ayman Safadi, die Situation in Süd-Syrien erörtert.

Im Anschluß an die Begegnung sagte Lawrow, daß die VS Terrorgruppen wie ISIS und Hayat Tahrir al-Sham selten von Oppositionsgruppen unterscheidet.

“Auch haben wir die Notwendigkeit der Umsetzung von Abkommen über die südliche Deeskalationszone und von Vereinbarungen erörtert, welche von den Vereinigten Staaten, Rußland und Jordanien bezüglich sämtlicher Fragen geschlossen worden sind, einschließlich der Fortsetzung des kompromißlosen Kampfes gegen Terroristen des Islamischen Staates und Jabhat Fatah al-Sham (ein anderer Name für Hyat Tahrir al-Sham), welche etwa 40% der südlichen Deeskalationszone kontrollieren”,  sagte Lawrow und wies hiermit Behauptungen der VS zurück, nach denen die Operation der SAA in der Region das Deeskalationsabkommen verletzten.

Diese Erklärung zeigt, daß das syrisch-iranisch-russische Bündnis, ungeachtet der Kritik aus den Vereinigten Staaten und der in den Mainstream Medien verbreiteten Hysterie, seine Bemühungen zur Säuberung der Provinz Daraa und angrenzender Regionen von Milizen nicht aufgeben wird.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-july-5-2018-fsa-militants-surrender-heavy-weapons-to-syrian-army/

Übersetzung©: wunderhaft

Die mit einem * gekennzeichneten Links wurden zusätzlich eingefügt.

 

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