Syrien – Kriegsbericht vom 5. Juni: Strategieplan für Manbij, Explosion nahe amerikanisch-französischem Militärstützpunkt

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Am 4. Juni hat das US-Außenministerium offiziell bestätigt, daß die Türkei und die Vereinigten Staaten (VS) einen gemeinsamen Strategieplan für die im Norden gelegene Stadt Manbij befürwortet haben. Die Erklärung erfolgte nach einem Treffen zwischen dem türkischen Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu und US-Außenminister Mike Pompeo in Washington.

Manbij wird derzeit von den durch die Vereinigten Staaten unterstützten Demokratischen Kräften Syriens (SDF) kontrolliert. Die kurdischen Kräfte der YPG* und der YPJ* bilden den Kern der SDF. Diese werden von Ankara als Terroristen betrachtet.

Früher hatte die Türkei behauptet, daß der amerikanisch-türkische Plan für Manbij die Mitglieder von YPG und YPJ zum Verlassen der Region zwingen wird. Allerdings sind die Durchführung sowie echte Details dieses Plans immer noch zweifelhaft.

Am selben Tag hat sich eine Explosion in der Stadt Ain Issa, nahe eines amerikanisch-französischen Militärstützpunkts, ereignet. Laut pro-oppositionellen Quellen ist mindestens eine Person bei dem Zwischenfall getötet worden. Jedoch sind derzeit keine weiteren Details hierzu erhältlich.

Laut Berichten, sind auf dem Stützpunkt in Ain Issa 200 US-amerikanische und 75 französische Soldaten stationiert.

Am 4. und 5. Juni haben die SDF ihren Vormarsch gegen den ISIS am Ostufer des Euphrats fortgesetzt und haben, laut Berichten, al-Nammurah, Tal
Manakh und al-Dahu eingenommen.

Am 3. und 4. Juni haben die Syrisch Arabische Armee und ihre Verbündeten eine Reihe von Angriffen des ISIS zurückgeschlagen, welche dieser sowohl vom Ost- als auch vom Westufer des Euphrats begonnen hatte. Die Zusammenstöße ereigneten sich hauptsächlich in der Umgebung von Jalaa, Saiyal und Hasrat.

Manche Quellen haben sogar darüber spekuliert, ob die Terrorgruppe diese Anschläge dazu benutzt hat einige ihrer Mitglieder aus der Umzingelung durch die SDF in der Region Haijn in die Wüste von Homs zu bringen.

Aus der Region westlich der Stadt Aleppo sind Feuergefechte zwischen Regierungstruppen und Milizen gemeldet worden. Dieser und andere Zwischenfälle nördlich von Hama und Latakia zeigen, daß die Errichtung von Beobachtungsposten in der sogenannten Deeskalationszone von Idlib nicht ausreicht, um einen vollwertigen Waffenstillstand in der Region durchzusetzen. Der Hauptgrund hierfür ist der nach wie vor hohe Einfluß von Hayat Tahrir al-Sham (ehemals Jabhat al-Nusra, der syrische Zweig von Al-Qaida) in diesem Teil Syriens.

Übersetzung©: wunderhaft

Die mit einem * versehenen Links wurden zusätzlich eingefügt.

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