Syrien – Kriegsbericht vom 5. September 2018: Neue israelische Angriffe im Vorfeld der Schlacht um Idlib

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Laut syrischen Staatsmedien hat Israel am 4. September Ziele in den Provinzen Tartus und Hama angegriffen. Die syrische Luftabwehr hat mindesten fünf der Raketen abgefangen. Allerdings haben weitere Raketen ein Ziel in der Region Masyaf im Umland von Hama getroffen.

Israel-nahe Quellen haben das Ziel als iranisches Waffendepot bezeichnet. Jedoch ist kein Bildbeweis vorgelegt worden, um diese Behauptung zu untermauern. Laut der Nachrichtenagentur SANA, sind infolge des Angriffs mindestens eine Person getötet und 12 weitere verletzt worden. Weitere Details wurden nicht bekanntgegeben.

In der Zwischenzeit hat das israelische Militär erklärt im vergangenen Jahr über 200 iranische Ziele in Syrien angegriffen zu haben.

Der israelische Angriff vom 4. September ereignete sich am selben Tag, an dem die syrische Luftwaffe die Anzahl der Luftangriffe auf Terroristen, vornehmlich von Hayat Tahrir al-Sham (der ehemaligen Jabhat al-Nusra) und der Islamistischen Turkestan-Patrei, im Süden und Südwesten Idlibs erhöht hat. Laut verschiedenen Quellen, wurden etwa 30-60 Angriffe geflogen. Milizen-nahe Quellen berichteten, daß auch die russischen Luftstreitkräfte daran beteiligt waren.

Zuvor hatte Syriens Außenminister, Wali Muallem, gesagt, daß die Drohungen der Vereinigten Staaten (VS), das vom Krieg geplagte Land anzugreifen, die Befreiung Idlibs nicht aufhalten wird.

“Die vorsätzliche Aggression, wird weder die Moral unseres Volkes beeinträchtigen noch unsere militärischen Pläne zur Befreiung Idlibs beeinflussen,” sagte Muallem gegenüber russischen Staatsmedien. “Dies ist nicht das erste Mal, daß die Vereinigten Staaten, Großbritannien und Frankreich Ränke für einen inszenierten Chemiewaffenanschlag geschmiedet haben,” fügte er hinzu.

Unabhängig davon, hat das syrische Außenministerium den VS und ihren Alliierten beschuldigt die Terroristen über Länder in Osteuropa und dem Balkan mit Waffen zu versorgen.

“Es ist offensichtlich, daß die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten eine große Anzahl an Waffen über Osteuropäische Staaten, wie die Ukraine und die Balkanländer, liefern, um die Nusra Front [auch Hayat Tahrir al-Sham genannt] und Daesh [ISIS] mit Waffen zu versorgen,” sagte Alaa Saeed Din Hamdam, der Generalsekretär des Amtes für auswärtige Beziehungen im syrischen Außenministerium.

Am 7. September werden sich die Präsidenten des Irans, der Türkei und Rußlands zu hochrangigen Gesprächen in Teheran treffen. Nach Angaben des Kremls, wird die Situation in Idlib eines der Schlüsselthemen bei den Beratungen über das weitere Vorgehen in Syrien sein.

Die Kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) haben eine Erklärung veröffentlicht, nach der sie ein führendes Mitglied des ISIS gefangengenommen haben, das für dessen Geheimdienstaktivitäten in Raqqa, Aleppo, Hama und anderen Regionen verantwortlich sein soll.

Abu Kerem (der wirklich Name von Akil Musa Abdouliezar) soll am 11. August von Anti-Terroreinheiten der YPG gefangengenommen worden sein. Die YPG haben außerdem erklärt, daß der gefangengenommene Terrorist “eine Menge wichtiger Informationen über den ISIS und darüber, wie er vom türkischen Staat gestärkt und gefestigt worden ist, preisgegeben hat.”

Die YPG und ihr politischer Flügel, die Partei der Demokratischen Union (PYD) wefen der Türkei oft Kriegsverbrechen und die Unterstützung von Terroristen vor. Die Türkei ihrerseits bezeichnet die YPG sowie die PYG als Terrororganisation und örtliche Verbündete der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK).

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-september-5-2018-israel-carries-out-new-strike-as-idlib-battle-looms/

Übersetzung©: wunderhaft

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