Syrien – Kriegsbericht vom 6. August 2018: Syrische Armee bereitet Operation in Nord-Latakia vor

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In der Nacht zum 5. August starb der Chef der syrischen Behörde für Wissenschaft und Forschung (SSRC), nachdem ein sein Fahrzeug in dem Dorf Maysaf, im westlichen Umland von Hama, von einem Sprengkörper getroffen worden ist. Asbbars Fahrer ist bei dem Anschlag ebenfalls getötet worden.

Die SSRC ist eine syrische Forschungsbehörde, die, laut dem amerikanisch-israelisch geführten Block aktiv mit der Entwicklung von Raketen und sogar Chemiewaffen beschäftigt ist.

Die Regierung in Damaskus hat alle Vorwürfe über die Lagerung, Entwicklung und den Einsatz von Chemiewaffen seit dem Inkrafttreten ihrer Vereinbarung mit der Organisation zum Verbot von Chemiewaffen strikt zurückgewiesen.

Ursprünglich haben regierungsnahe Quellen darüber spekuliert, daß der israelische Geheimdienst hinter dem Anschlag steckt, da Asbar, laut einigen Quellen, in ein mit Aktivitäten der Hisbollah und des Irans in der Region zusammenhängendes Raketenprogramm involviert gewesen sein soll.

Später hat die radikale Gruppe Saraya Abu Amara sich zu dem Anschlag bekannt. Allerdings kann die israelische Spur nicht ausgeschlossen werden, da Tel Aviv wiederholt seine Fähigkeit zur Zusammenarbeit mit verschiedenen radikalen Gruppen zur Erreichung seiner politischen und militärischen Ziele unter Beweis gestellt hat. Ein Beispiel hierfür ist die Situation in Süd-Syrien, wo Israel die Anwesenheit des ISIS und anderer Radikaler über lange Zeit geduldet hat, bis die Syrisch Arabische Armee (SAA) die Terroristen schließlich besiegt hat.

Eine Quelle innerhalb der SAA hat gegenüber SouthFront geäußert, daß das syrische Militär mehrere mit schwerem militärischen Gerät und Artillerie bewaffnete Einheiten aus den südlichen Provinzen des Landes nach Nord-Latakia verlegt hat.

Angesichts Informationen anderer regierungsnaher Quellen, könnte dieser Schritt ein Teil der andauernden Vorbereitungen für eine Militäroperation gegen Hayat Tahrir al-Sham und ihre Verbündeten in der Region sein.

Die SAA hat ihre Bestrebungen hinsichtlich der Bekämpfung von ISIS-Zellen im Osten al-Suwaidas fortgesetzt. Diesbezüglich hat der Generalkommandeur der Kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG), Siban Hamo, erklärt, daß seine Gruppe bereit sei Streitkräfte zur Unterstützung der Bemühungen der SAA in die Region zu entsenden. Obwohl diese Erklärung ein weiteres Zeichen für die Festigung der Beziehungen zwischen der YPG und Damaskus darstellt, erscheint dieses Szenario unwahrscheinlich.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-august-6-2018-syrian-army-preparing-for-operation-in-northern-latakia/

Übersetzung©: wunderhaft

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