Syrien – Kriegsbericht vom 6. August 2019: Syrisches Militär gelobt die Fortsetzung der Operationen gegen Milizen

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Syrian War Report – August 6, 2019: Syrian Military Vows To Resume Operations Against Militants

 

Das neue Waffenstillstandsabkommen, welches die Feindseligkeiten im Nordwesten von Hama beenden sollte, ist soeben in sich zusammengebrochen.

Am 3. August hat er Anführer von Hayat Tahrir al-Sham (der ehemaligen al-Nusra Front), Abu Mohamed al-Julani, angekündigt, daß seine Gruppe nicht “weder einen einzigen Kämpfer noch eine Waffe” aus der demilitarisierten Zone zurückziehen werde und geschworen, die von der Syrisch Arabischen Armee befreiten Gebiete zurückzuerobern. Der Rückzug von Radikalen aus dieser demilitarisierten Zone war die Voraussetzung für die Umsetzung der Waffenruhe.

Am selben Tag ist Abu al-Walid al-Tunisi, ein leitender Kommandeur der mit Al-Qaida verbundenen Horas al-Din, in Taftanaz, im Südosten Idlibs, von einer Sprengfalle getötet worden.

Am 4. August hat die der Koalition mit Al-Qaida angehörende bewaffnete Gruppe, “Wa Harid al-Muminin”, die Stadt Slanfah in Nord-Latakkia mit Raketen angegriffen, was zu Opfern unter der Zivilbevölkerung führte. Außerdem haben die Terroristen behauptet einen Angriff russischer Sondereinheiten nahe Khirnat al-Naqus, im Nordwesten von Hama, vereitelt zu haben. Die Koalition hat erklärt, daß 2 ihrer Kämpfer bei den Gefechten getötet worden sind.

Am 5. August hat der Generalkommandeur der Syrisch Arabischen Armee verlautbart, daß bewaffnete Gruppen in der Deeskalationszone sich dem Waffenstillstand verweigern und und die Zivilbevölkerung weiterhin mit Anschlägen bedrohen. In der veröffentlichten Stellungnahme erklärte der Generalkommandeur, daß die syrischen Streitkräfte ihre Kampfhandlungen gegen die Milizen, unabhängig von den von Ihnen benutzten Namen, fortsetzten, und beschrieb die Anwesenheit türkischer Truppen in der Region als destabilisierend. Aus den Nordwesten von Hama und dem Süden Idlibs wurden syrischen Luft- und Artillerieangriffen gemeldet.

Zuvor waren Berichte erschienen, nach denen die Syrische Armee nach dem Ende des Opferfestes, Eid al-Adah, a, 15. August ihne vollumfänglichen Bodenoperationen gegen die Milizen fortsetzen werde, falls jene die Waffenruhe weiterhin verletzen.

Laut der Regierung in Damaskus, hat die Türkei, seit dem Beginn ihrer Intervention in Syrien, 10.655 Soldaten, 166 Kampfpanzer, 278 Militärfahrzeuge, 18 Raketenwerfer, 173 Mörser, 73 mit schweren Maschinengewehren bewaffnete Fahrzeuge, 41 Panzerabwehrraketenwerfer und ungefähr 280 Polizisten innerhalb des Landes stationiert.

Am 4. August hat der Präsident Recep Tayyip Erdogan angekündigt, daß die Türkei plant in den von derzeit durch die von den Vereinigten Staaten (VS) unterstützten kurdischen Milizen kontrollierten Nordosten Syriens einzumarschieren, und sowohl die VS als auch Rußland über diese Pläne unterrichtet hat. Am 5. August hat die von der Türkei unterstützte Syrische Nationalarmee Stellungen kurdischer Gruppen östlich der Städte Marea und Herbel beschossen.

Derweil haben die Befreiungskräfte von Afrin, eine kurdische Partisanengruppe zur Durchführung von Anschlägen auf türkische Ziele in der Region Afrin angekündigt, daß bei den jüngsten ihrer Operationen 19 Mitglieder der durch die Türkei unterstützten Gruppen getötet worden sind. Die Spannungen in der Region nehmen zu.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-august-6-2019-syrian-military-vows-to-resume-operations-against-militants/

Übersetzung©: Andreas Ungerer

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