Syrien – Kriegsbericht vom 6. November 2018: MSM greifen das Narrativ von “toten russischen Söldnern” wieder auf erschei

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Wie pro-syrische, pro-russische sowie der bewaffneten Opposition nahestehende Medien berichten, haben für Rußland dienende Söldnerunternehmen oder private Militärdienstleister (PMD) in Syrien Verluste erlitten.

Erste Spekulationen zu diesem Thema sind am 3. und 4. November in etlichen Kanälen erschienen, die über eine angebliche Explosion in der Kaserne des 5. Angriffscorps der Syrisch Arabischen Armee (SAA) in Deir ez-Zor berichtete haben.

Laut einer der Versionen, soll die Explosion “in einem russischen Militärhauptquartier” in der Nähe des Panorama Checkpoints in der Stadt Deir ez-Zor mindestens fünf russische Söldner gerötet sowie zahlreiche Soldaten der SAA getötet und verwundet haben. Allerdings liegen keinerlei Photo- oder Videobeweise oder zumindest eine Bestätigung durch regierungsnahe Quellen vor. Die als “Bestätigung” genutzte Erklärung war, daß das 5. Angriffscorps als russisch unterstützter Militärverband bekannt ist, der ehemals die Hilfe russischer Militärberater erhalten hat.

Es muß angemerkt werden, daß der Grund für die Explosion in der Region, laut regierungsnahen Quellen, eine Entscheidung zur Sprengung von Sprengfallen des ISIS gewesen ist, die aus den befreiten Gebieten geräumt worden waren.

Am 5. November hatte sich dieses Gerücht verbreitet und russische Medien erreicht. Novaya Gazeta, ein oppositioneller  russischer Medienkanal, der für seine CNN-ähnliche Sicht auf den Konflikt in Syrien bekannt ist, behauptete, daß am 4. November irgendwo in der Provinz Deir ez-Zor 5 russische Söldner sowie 6 Soldaten der SAA bei einer Explosion getötet worden sind. Novaya Gazeta berichtete die Information von ihrer eigenen Quelle erhalten zu haben, die jedoch weder zum Ort noch zu Hinweisen Details nennen konnte. Der Artikel benutzte die russische Unterstützung für das 5. Angriffscorps als Scheinargument für die Bestätigung von Opfern von Söldnern mit Rußland verbundener privater Militärdienstleister.

Das merkwürdige daran ist, daß dieses Gerücht in einigen großen russischen Medienkanälen auf unkritische Beachtung stieß, die es mit dem Verweis auf Novya Gazete übernommen und veröffentlicht haben.

Tatsächlich hat die Zeitung nur in einigen arabischen Blogs im Umlauf befindliche Gerüchte wiederholt, und pro-milizionäre Medien haben behaupte, daß sie sie aus “ihren Quellen” in Syrien erhalten haben, um den Artikel  in den Augen des Publikums “solider” zu erscheinen zu lassen.

Unglücklicherweise ist es in westlichen und russischen Medien zur Gewohnheit geworden wilde Spekulationen zu verbreiten und inszenierte Lügen hinter “anonymen Quellen” zu verbergen.

Die eben erwähnte Geschichte ist ein jüngstes Beispiel dafür, wie diese Gerüchte als glaubwürdig oder sogar als bestätigt präsentiert werden, weil sie irgend jemandes Darstellung der Ereignisse dienen.

Ein weiteres Beispiel in hierfür ist die Spekulation über “Hunderte” Opfer, welche russische Söldnerunternehmen oder gar die russischen Streitkräfte nach US-amerikanischen Luftangriffen erlitten haben sollen, die sich im Februar 2018 ereignet hatten. Diese “Hunderte” von getöteten russischen Kämpfern sind niemals bestätigt worden und die einzigen bestätigten und glaubhaften existierenden Daten berichten von etwa 5 russischen Staatsbürgern, die in der fraglichen Zeit, unter unklaren Umständen im Kampfgebiet gestorben sind.

Jedoch hat das die Medien nicht davon abgehalten die Falschmeldung zu wiederholen, und selbst führende Politiker der Vereinigten Staaten, wie Präsident Donald Trump oder Außenminister Mike Pompeo haben sie in ihren Stellungnahmen angesprochen.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-november-6-2018-russian-mercenaries-casualties-narrative-resurfaces-in-msm/

Übersetzung©: wunderhaft

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