Syrien – Kriegsbericht vom 6. September 2018: Russische Kampfflugzeuge zerstören Werkstatt für bewaffnete Drohnen in Idlib

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Am 5. September hat der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, bekanntgegeben, daß Kampfflugzeuge der russischen Luftstreitkräfte vom Typ Su-34 und Su-35 ein Lager tragbarer Luftabwehrraketen und eine Werkstatt zerstört haben, in der Milizen in Idlib bewaffnete Drohnen (UAFs) hergestellt und Sprengstoffe gelagert hatten. Laut seinen Worten, haben die Angriffe am 4. September, außerhalb bewohnter Gebiete stattgefunden. Konaschenkow betonte, daß in den vergangenen Monaten 47 von den Milizen gestartete UAVs nahe dem russischen Luftwaffenstützpunkt Khmeimim eliminiert worden sind.

Zuvor hatten den Milizen nahestehende Quellen den russischen Luftstreitkräften erneut die Bombardierung ziviler Ziele in der Provinz Idlib vorgeworfen. Obgleich einige zivile Opfer infolge jeder umfangreichen Operation gegen gut bewaffnete Terrorgruppen kaum vermieden werden können, beanspruchen Milizen-nahe Quellen und Mainstream Medien dieses Narrativ bei ihrem Propagandafeldzug gegen das syrisch-iranisch-russische Bündnis oft. Die meisten der von Milizen-freundlichen “Medienaktivisten” in Idlib veröffentlichten Berichte beschreiben jede zerstörte Stellung, Kommandozentrale oder jedes Depot bewaffneter Gruppen als Bäckerei, medizinisches Zentrum oder als Wohnhaus.

Aus Furcht vor einer Bodenoffensive der Syrischen Armee gegen Hayat Tahrir al-Sham (der ehemaligen Jabhat al-Nusra, dem syrischen Zweig von al-Qaida) und ihren Verbündeten in der Deeskalationszone in Idlib, werden von bewaffnete Gruppen im Gebiet der al-Ghab Ebene Brücken zerstört. Laut verfügbaren Quellen wurden während der vergangenen 10 Tage mindestens 4 Brücken gesprengt.

Auch haben von Hayat Tharir al-Sham befehligte Kräfte sowohl zusätzliche Befestigungen errichtet und Verstärkung an der Kontaktlinie zu regierungsnahen Kräften stationiert als auch eine Reihe von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und politische Aktivisten inhaftiert, die eine Aussöhnung mit der Regierung in Damaskus unterstützen.

Am 5. September hat das syrische Militär einen weiteren Trupp Soldaten und schwere Ausrüstung nahe der Provinz Idlib stationiert. Diese Kräfte gehören zur 1. Division, die gemeinsam mit den Tiger-Kräften, dem 5. Angriffs-Corps, der 4. Panzerdivision und anderen regierungsnahen Gruppierungen an der bevorstehenden Offensive teilnehmen wird.

In der Region al-Safa hat die syrische Armee ihre Operation gegen ISIS-Zellen fortgesetzt. Laut regierungsnahen Quellen, werden die verbliebenen Stellungen des ISIS aktiv von Artillerieeinheiten und Kampfflugzeugen angegriffen. Allerdings wurde noch nicht mit der abschließenden Offensive begonnen, weil Damaskus nach wie vor hofft zahlreiche, in der Region von der Terrorgruppe gefangengenommene zivile Geiseln retten zu können.

Am 4. September hat das Weiße Haus der syrischen Regierung erneut mit einer Militäraktion gedroht.

In der Erklärung heißt es: “Die Vereinigten Staaten überwachen die Situation in der syrischen Provinz Idlib, in der Millionen unschuldiger Zivilisten ein von Rußland und dem Iran unterstützter Angriff des Assad-Regimes bevorsteht, genau.” “Sein wir uns darüber im Klaren, daß die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten fest entschlossen sind, im Falle eines erneuten Chemiewaffeneinsatzes durch Präsident Bashar al-Assad, promt und angemessen zu reagieren.”

Angesichts der zahlreichen Drohungen mit der Anwendung militärischer Gewalt durch die VS gegen Damaskus für den Fall erneuter Berichte über Chemiewaffenangriffe in Syrien, wäre es befremdlich anzunehmen, daß solche Berichte nicht nach dem Beginn der Schlacht um Idlib auftauchen werden.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-september-6-2018-russian-warplanes-wipe-out-armed-uav-workshop-in-idlib/

Übersetzung©: wunderhaft

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