Syrien – Kriegsbericht vom 8. August 2019: Armee erzielt neue Gewinne im Kampf um den Norden von Hama

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Syrian War Report – August 8, 2019: Army Makes Fresh Gains In Battle For Northern Hama

 

Am Morgen des 7. August sind die Syrisch Arabische Armee (SAA) und die Tiger-Kräfte auf Positionen radikaler Milizen im Nordwesten Hamas vorgerückt und haben während des Tages die Dörfer Arbeen und al-Zakah befreit.

Des Weiteren haben Regierungstruppen die Versorgungslinien zwischen den von Milizen gehaltenen Städten Kaft Zita und al-Lataminah unterbrochen sowie deren Stellungen in dieser Region aus der Luft und vom Boden aus angegriffen.

Kafr Zita und al-Lataminah sind die wichtigsten Stützpunkte von Jaysh al-Izza und Hayat Tahrir al-Sham (der ehemaligen al-Nusra Front) in diesem Teil der sogenannten Deeskalationszone in Idlib.

Erwartungsgemäß wird die SAA ihren Vormarsch in den kommenden Tagen fortsetzen, um zunächst Kaf Zita und anschließend al-Lataminah zu befreien.

Am 7. August haben russische Kampfflugzeuge zwei,  als 20. Stellung und Adlerhorst bekannte, Frühwarnposten der Milizen im Norden Hamas zerstört. Aktivisten der Opposition haben bestätigt, daß vier bewaffnete Kämpfer, darunter zwei Kommandanten namens Abu Jalbib und Abdo al-Nasan bei dem Angriff getötet worden sind.

Solche Stellungen befinden sich üblicherweise in offenem Gelände.  Sie dienen der Überwachung von Flügen russischer und syrischer Kampfflugzeuge und warnen Milizen im gesamten Großraum Idlib vor möglichen Luftangriffen auf ihre Stellungen.

Am 6. August hat eine kurdische Rebellengruppe namens Befreiungskräfte von Afrin (ALF) erklärt, daß ihre Kämpfer 13 von der Türkei unterstützte Milizen bei Operationen in der Nähe der Stadt Marea und des Dorfes Brad getötet haben. Im vergangenen Monat hat die AFL eine Reihe von erfolgreichen Operationen gegen von der Türkei angeführte Streitkräfte in der Region Afrin durchgeführt.

Wie die beiden Länder in einer gemeinsamen Stellungnahme am 7. August erklärten, haben die Türkei und die Vereinigten Staaten (VS) ihre Gespräche über die Zukunft Nordostsyriens mit einem Abkommen zur Errichtung eines “Friedens-Korridors” in der von den VS besetzten Region abgeschlossen.

Beide Seiten haben sich auf folgende Schritte geeinigt:

  • “die rasche Umsetzung erster Maßnahmen zur Lösung türkischer Sicherheitsbedenken;
  • der schnellstmögliche Aufbau eines gemeinsames Operationszentrums in der Türkei zur Koordination und Leitung der gemeinsam Sicherheitszone;
  • die Umwandlung der Sicherheitszone in einen Friedens-Korridor sowie die Umsetzung sämtlicher geeigneter Maßnahmen zur Rückkehr unserer vertriebenen syrischen Brüder in ihr Land.”

Die türkische Nachrichtenagentur Anadolu hat berichtet, daß der gemeinsame “Friedens-Korridor” zwischen 30 und 40 km in den Nordosten Syriens hineinreichen soll. Die staatliche Nachrichtenagentur erklärte, daß die Kurdische Arbeiterpartei (PKK) und die Volksverteidigungseinheiten (YPG) aus dem “Friedens-Korridor” vertrieben und gezwungen werden sollen, ihre schweren Waffen zu übergeben. Die Ironie hierbei ist, daß diese beiden, der Türkei äußerst feindlich gesonnenen Gruppen den Kern der von den VS unterstützten Demokratischen Kräfte Syriens bilden, welche die Region im Grunde kontrollieren. Daher dürfte die Umsetzung des Abkommens vermutlich auf einige ernsthafte Probleme stoßen.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-august-8-2019-army-makes-fresh-gains-in-battle-for-northern-hama/

Übersetzung©: Andreas Ungerer

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