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Syrien – Kriegsbericht vom 10. Januar 2019: Al-Qaida besiegt weitere von der Türkei unterstützte Gruppe der ´Opposition´

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Am 9. Januar haben sich, laut Quellen vor Ort, Gruppen von Ahrar al-Sham im Nordwesten von Hama auf Druck von Hayat Tahrir al-Sham (der ehemaligen al-Nusra Front, dem syrischen Zweig der al-Qaida) ergeben und aufgelöst. Folglich hat Hayat Tahrir al-Sham (HTS) nun die vollständige Kontrolle über die Städte al-Ankawi and Habit erlangt.

Ahrar al-Sham ist der Kern einer von der Türkei unterstützten Koalition der als Nationale Befreiungsfront (NLF) bekannten bewaffneten Gruppen. Allerdings haben weder andere Gruppen der NLF noch die Türkei selbst während der Ereignisse in Nordwest-Hama eingegriffen, um Ahrar al-Sham zu unterstützen.

Laut pro-oppositionellen Medien, werden die geschlagenen Mitglieder von Ahrar al-Sham die Gelegenheit erhalten, sich aus der Gegend um Afrin zurückzuziehen, nachdem sie ihre schweren Waffe an HTS übergeben haben.

Derzeit konzentriert HTS seine Aufmerksamkeit auf den Süden Idlibs und besonders auf die Stadt Maarrat al-Nu´man, die sich immer noch in den Händen der NLF befindet.

In der vergangenen Woche hat eine andere von der Türkei unterstützte Gruppe, Nour al-Din al-Zenki eine Niederlage durch HTS erlitten und sämtliche ihrer Stellungen in West-Aleppo verloren.

Der Zusammenbruch der so genannten “moderaten Opposition” unter dem Druck von HTS hat unter den der Milizen nahestehenden Medienaktivisten und -kanälen, welche nun die Türkei und Rußland für die derzeitige Situation verantwortlich machen, zu einer Hysterie geführt. Laut deren Theorie, haben Ankara und Moskau die Expansion des HTS zugelassen, um die Fortsetzung von Antiterroroperationen in der Deeskalationszone von Idlib zu rechtfertigen.

Diese Gerüchte erhalten durch die jüngsten Bewegungen russischer Truppen in der demilitarisierten Zone in der Provinz Idlib Nahrung. Berichten nach, sollen russische Streitkräfte am 9. Januar von ihrer Beobachtungsposten in der Stadt Abu Dali, in dem von der Regierung gehaltenen Teil im nördlichen Umland von Hama abgezogen worden sein. Zuvor hatten russische Truppen damit begonnen einen neuen Militärposten auf der Anhöhe in Tell Salaba, südlich von der Stadt Hayalin im Nordwesten von Hama, zu errichten

Etliche Aktivisten der Opposition haben diese Bewegungen als Hinweis auf russische Vorbereitungen einer Militäroperation in Idlib bezeichnet.

Am 9. Januar hatte der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar eine telephonische Unterredung mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Shogui. Laut Stellungnahmen beider Seiten, haben sie sowohl über die jüngsten Entwicklungen in der Deeskalationszone von Idlib als auch über weitere sicherheitsrelevante Fragen diskutiert.

Derweil haben, laut pro-kurdischer Quellen, die von den Vereinigten Staaten unterstützten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) das Dorf Ash-Shafah im Eurphrat-Tal erneut vom ISIS zurückerobert. Nun sollen die SDF auf Stellungen des ISIS in dem nahegelegenen Dorf Albu Badran vorrücken.

Quelle: https://southfront.org/syrian-war-report-jan-9-2019-turkey-wants-us-military-bases-in-northern-syria/

Übersetzung©: Andreas Ungerer

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