Syrien – Kriegsbericht vom 9. Juli: Syrische Armee isoliert Milizen in der Stadt Daraa

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Regierungsnahe Truppen haben in der vergangenen Woche in Süd-Syrien etwa eine Fläche von 600 km2 von Milizen befreit.

Einheiten der Syrisch Arabischen Armee, der Tiger-Kräfte, der 4. Panzerdivision und der Nationalen Verteidigungskräfte (NDF) haben die Kontrolle über den Grenzübergang Nasiba sowie die Städte  Umm al-Mayadi, al-Tayyibah und zahlreiche nahegelegen Orte erlangt.

Außerdem haben die SAA und ihre Verbündeten sowohl einen Großteil der Grenze bis nach Khrab al-Sham erobert als auch den von Milizen gehaltenen Teil der Stadt Daraa aus östlicher Richtung kommend isoliert

Eine Quelle der SAA hat SouthFront berichtet, daß in der Stadt Daraa belagerte Milizen derzeit mit Vertretern der syrischen Regierung und Rußlands verhandeln. Die Quelle fügte hinzu, daß die Milizen vielleicht schon bald ihre Waffen übergeben und ein Evakuierungsabkommen akzeptieren werden.

Aus von syrischen Medien veröffentlichten Medien geht hervor, daß militante Gruppen in Süd-Syrien bereits eine bedeutende Anzahl von militärischer Ausrüstung, einschließlich Kampfpanzern und gepanzerten Truppentransportern als auch Panzerabwehrlenkwaffen, an Regierungstruppen übergeben haben.

Dies ist erst ist vorerst der erste Posten an Waffen und Ausrüstung, welchen die so genannte moderate Opposition unter dem Schlichtungsabkommen abzugeben haben wird.

Interessant ist die Tatsache, daß ein Teil der Milizengruppen, einschließlich Hayat Tahrir al-Sham, die nahe der von Israel besetzten Golanhöhen operieren, zumindest bis jetzt, jegliche friedliche Lösung in der derzeitigen Situation verweigern.

Am 8. Juli, sind 10 Kämpfer der al-Qaida nahestehenden Gruppe, Horas al-Din, während des Versuchs Stellungen der SAA nahe des Dorfes Luwaybidah in Südost-Idlib anzugreifen, getötet worden. Der Angriff erfolgte nach einer Erklärung von Hayat Tahrir al-Sham, wonach es sich bei dem Gegend südlich von Idlib und nördlich von Hama um militärisches Sperrgebiet handelt. Auch hat Hayat Tahrir al-Sham andere Gruppen dazu aufgerufen ihre Anstrengungen gemeinsam zu bündeln, um eine Operation gegen die SAA durchzuführen, was auch den Milizen in Süd-Syrien helfen würde.

Am 5. Juli haben ISIS-Zellen, laut Amaq, in den Stadtteilen al-Noor und al-Hadiqah al-Baya, im Zentrum von Raqqa, Sprengfallen-Anschläge gegen die von den Vereinigten Staaten untertützten Demokratischen Kräft Syriens (SDF) verübt. Die Fähigkeit des ISIS, innerhalb der von den SDF gehaltenen Region operieren zu können, deutet auf Lücken in dem von der amerikanisch angeführten Koalition geschaffenen Sicherheitssystem in Nord-Syrien hin.

Am 6. Juli hat die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) einen vorläufigen Bericht über den so genannten Zwischenfall in Douma veröffentlicht, der sich am 7. April ereignet hat. In dem Bericht wird erklärt, daß die OPCW keinerlei Spuren von chemischen Kampfstoffen am Ort des angeblichen Chemiewaffenangriffs gefunden hat. Dies widerspricht den Behauptungen des Weißen Hauses vom 13. April, wonach Sarin in der Region eingesetzt worden sei.

De Bericht der OPCW sagt, daß “verschiedene Chlorkohlenwasserstoffe* vor Ort gefunden worden seien, bestätigt jedoch nicht den Einsatz von Chlorgas. Nichtsdestotrotz haben die Mainstream Medien das falsche Narrativ propagiert, daß in der Region “höchstwahrscheinlich” Chlorgas eingesetzt worden sei.

Die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten haben der Regierung in Damaskus vorgeworfen einen Chemiewaffenangriff in Douma verübt zu haben und dies als Vorwand für einen massiven Raketenangriff auf das Land benutzt. Jedoch ist der von den VS angeführte Block bisher jeglichen Beweis für diese Behauptung schuldig geblieben.

Quelle: https://de.southfront.org/?p=15163&preview=true

Übersetzung©: wunderhaft

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