Syrisches Militär bombardiert Infrastruktur des Ölschmuggels in türkisch-besetzten Gebieten – ein Kriegsbericht

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German Edit by John T. Sumner, exclusively for SouthFront

Am 26. November gaben kurdische Rebellen der sogenannten „Afrin Liberation Forces“ bekannt, dass ihre Streitkräfte 5 von der Türkei unterstützte Milizionäre eliminiert und 6 weitere bei einem Angriff in der Nähe von Tuweys im Norden Aleppos verletzt hätten. Die getöteten und verletzten Milizionäre gehörten Berichten zufolge der Al-Waqqas-Brigade an, die als Teil der syrischen Nationalarmee an der türkischen Operation Peace Spring beteiligt ist.

Am 27. November schossen kurdische Rebellen mindestens 6 Raketen in die türkisch besetzte Stadt Azaz. Der Beschuss, bei dem mindestens drei Personen verletzt wurden, soll ein von Hilfskräften der Türken geführtes Gefängnis getroffen haben.

Am 27. und 28. November kam es in der Nähe des Dorfes Abduki im Norden von Raqqa zu Zusammenstößen zwischen kurdisch dominierten „Syrischen Demokratischen Kräften“ (SDF) und türkisch geführten Verbänden. Pro-kurdischen Quellen zufolge hat die syrische Nationalarmee dabei ihre von der türkischen Armee unterstützten Positionen weiter ausgebaut. Der Angriff wurde jedoch abgewehrt.

Zusätzlich wurden 2 türkische Soldaten bei einem Mörserangriff getötet, der laut türkischem Verteidigungsministerium auf ihre Stellung in der Nähe der Stadt Akcakale an der syrischen Grenze abzielte.

In der türkisch okkupierten Stadt Tell Halaf wurden am 26. November 19 Menschen bei einer Autobombenexplosion getötet und 45 weitere verletzt. Die Explosion fand auf dem Hauptmarkt der Stadt statt, der zu diesem mit Zivilisten und pro-türkischen Kämpfern überfüllt war. Türkische Quellen beschuldigten augenblicklich kurdische bewaffnete Gruppen, für den Angriff verantwortlich zu sein.

Am 26. November führten unidentifizierte Kampfflugzeuge nördlich und nordöstlich von Al-Bab sowie in der Nähe von Jarabulus eine Reihe von Luftschlägen auf Öltankschiffe und Einrichtungen pro-türkischer Milizen durch. Am 27. November übernahm die syrische Armee die Verantwortung für den Luftangriff und kündigte weitere Maßnahmen an, um den Ölschmuggel vom östlichen Ufer des Euphrats in die Türkei zu unterbinden. Das Von US-Streitkräften auf syrischen Ölfeldern gestohlene Öl wird mit Hilfe der SDF / YPG-Führung durch Nord-Aleppo und die irakische Region Kurdistan in die Türkei geschmuggelt. Es erscheint eher unwahrscheinlich, dass Damaskus, selbst mit der Unterstützung des Irans und Russlands, in der Lage sein wird, dieses Geschäft in naher Zukunft zum Erliegen zu bringen. Dennoch könnten die auf diesem Gebiet unternommenen Anstrengungen den involvierten Parteien einige Schwierigkeiten bereiten.

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  • 4ft. up

    What sane person takes The Guardian serious?

  • Caldera

    The Guardian is in a fiery smoking tail spin. They explain their readers anger at them in comments by saying they’ve been overrun with Russian Trolls. No Guardian, you’ve been overrun period.

  • David Kennedy

    I was a long-time, loyal reader (more than 60 years) of the Guardian, essentially because it was a ‘serious’ newspaper that gave balanced accounts, mainly centrist-left, of most issues. Initially it espoused Assange and, later, Snowden, only to reject them later. At the same time, it moved firmly to the corporatist right, becoming yet another echo-chamber of Western government pronouncements. Why this change, you may ask?.
    Well, after the visit from an arm of Britain’s secret police (MI5), during which it was made to physically destroy its computers carrying Snowden’s collection of secret material of the US’s spying activities on its own population in the ‘Land of the Free’, the Guardian lost its courage and no longer discerns between right and wrong in the corridors of power. It has simply joined the right-wing, anti-Russia bandwagon in purveying manifestly absurd Western propaganda – on Ukraine, on M17, on Putin and Russia, on Libya, on Israel, on Syria, on the Middle East and Central Asia and, indeed, the wider geopolitical situation. To its credit, it still espouses the environmental movement, presumably until Big Brother orders them otherwise. I gave up reading it 12 months ago. I couldn’t bear to suffer it any longer..