Überblick über die militärische Lage in Mossul am 19. Oktober 2016

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Am 19. Oktober begann der dritte Tag der Schlacht um Mossul. Die irakische Armee, irakische Spezialeinheiten, die irakische Bundespolizei, die überwiegend schiitischen Popular Mobilization Units (PMU) und die kurdischen Peschmerga, setzten mit Unterstützung der Luftstreitkräfte und mit Militärberatern der US-geführten Koalition die erste Phase ihrer Operationen gegen den Islamischen Staat (IS) fort und versuchen den Grundstein für eine Erstürmung der Stadt Mossul zu legen.

Das irakische Militär verkündete die Einnahme der Ortschaften Shami, Kharbat al-Hadid und al-Baydhah im Westen von Mossul, sowie die Ortschaft Kani al-Haramiyah im Südosten von Mossul. Des Weiteren erlangten sie die Kontrolle über die Straße zwischen Bagdad und Mossul.

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Die Kampfflugzeuge der US-geführten Koalition bombardierten Ziele des IS in der Ortschaft Baaj im Westen von Mossul. Dabei wurden neun Terroristen getötet. Luftangriffe wurden auch auf die Stadt Rawa und einige nicht näher bezeichnete Gebiete im Süden von Mossul durchgeführt.

Generalleutnant Shaker Jawdat, Kommandant der Bundespolizei berichtete, dass die irakische Bundespolizei allein seit Montag rund 352 Quadratkilometer von der Terrorgruppe Islamischer Staat befreit hat.

Die militärische Lage nach dem zweiten Tag der Operationen gegen den IS im Großraum Mossul:

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Weiterhin gibt es Berichte, wonach die Terroristen des IS massiv aus der Stadt Mossul in Richtung Syrien fliehen, während PMU-Quellen die US-geführte Koalition dafür verurteilen, dass diese die Konvois der nach Syrien fliehenden Terroristen nicht bombardiert.

Der bisherige Verlauf dieser Operation zeigt, dass der IS keine massiven Gegenangriffe durchführt, bis die irakischen Streitkräfte die Stadt nicht erreicht haben. Die größten Zusammenstöße werden wohl erst bei dem Sturm auf die Stadt selbst stattfinden.

Experten argumentieren, das Washington diesen Spielraum ausnutzt, um zu ermöglichen, dass die Terroristen des IS sich aus dem Irak nach Syrien umgruppieren und die neuen Verstärkungen dann zur Intensivierung der Operationen gegen die syrische Regierung in den Gouvernements Homs und Deir ez-Zor zu verwenden.

Moskau hat auf diese Bedrohung reagiert und damit begonnen, den T-4 Militärflughafen im Osten von Homs wieder aufzubauen. Das russische Militär nutzte diesen bereits bei den Operationen in Palmyra und den umliegenden Gebieten als Vorposten für ihre Kampfhubschrauber. Allerdings wurde der Militärflugplatz bei Angriffen des Islamischen Staat beschädigt.

Wenn der Wiederaufbau bestätigt wurde, wird der T-4 ein wichtiger Vorposten, welcher der syrischen Armee und den Luft- und Raumfahrtkräften Russlands erlaubt, der wachsenden Bedrohung durch den Islamischen Staat in Ostsyrien zu begegnen.

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